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Schlammablagerungen müssen aus der Isen raus: Geologe Severin Schaubeck (vorne) nimmt Sedimentproben. Mit ihm im Boot sitzt Georg Schmid vom Wasserwirtschaftsamt München.

Isen-Wehranlage in Dorfen

Arsen-Schlamm raus aus der Isen

Vor der Isen-Wehranlage in Dorfen hat sich jede Menge Sediment abgesetzt. Dem geht es an den Kragen.

Dorfen Vor der Isen-Wehranlage in der Stadt Dorfen hat sich jede Menge Sediment abgesetzt. Das hat der frühere Stadtrat und langjährige Hochwasserreferent Gisbert Becker bereits vergangenes Jahr moniert (wir berichteten). Das reduziere nämlich die Leistungsfähigkeit der Hochwasserabflussverbesserungen in Dorfen. Jetzt wird dem Schlamm jedoch der Kampf angesagt.

Die Gefahr hatte zwischenzeitlich auch der Behördenleiter des Wasserwirtschaftsamt München (WWA), Leitender Baudirektor Christian Leeb, gegenüber unserer Zeitung eingeräumt: „Wir stehen an einem Punkt, wo wir reagieren müssen, damit wir bei Hochwasser kein Problem bekommen.“

Passiert war lange trotzdem nichts, nun sollen die Bagger aber anrollen und der Schlamm noch heuer beseitigt werden. Eine frühere Entnahme sei aus naturschutz- und fischereifachlichen Gründen nicht möglich gewesen, erklärt das WWA. Vor Ausschreibung der Maßnahme musste zudem eine übliche Prüfung der Beschaffenheit der Ablagerungen durchgeführt werden, berichtet stellvertretender Behördenleiter Stefan Homilius auf Nachfrage unserer Zeitung.

Bei der Analyse des Sediments habe sich gezeigt, dass eine Belastung mit Arsen vorliege, „die ein bisschen zu hoch“ sei. Die sei nicht bedenklich und geologischen Ursprungs. Die Entsorgung der Ablagerungen werde aber aufwändiger, weil für eine Verwertung auf landwirtschaftlichen Flächen das Material den Grenzwert übersteige.

Die Entschlammung erfolgt mit einem Bagger. Wegen beengter Platzverhältnisse im Umfeld des Wehres könnte es erforderlich werden, Bäume zu beschneiden.

Freistaat, Bezirk und die Stadt Dorfen haben mehrere Millionen Euro in die Hochwasserabflussverbesserung in Dorfen investiert. Alleine das neue Isen-Wehr kostete zwei Millionen Euro. 2009 ging es in Betrieb. Die Anlage verringert die Hochwassergefahr in Dorfen deutlich. Aber nur, wenn auch die Abflussverhältnisse nicht beeinträchtigt sind.  

Hermann Weingartner

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