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Die Anordnung von Ministerpräsident Markus Söder, auf der Isentalautobahn stellenweise ein Tempolimit zu erlassen, wird auf der Facebook-Seite der Heimatzeitung intensiv diskutiert. 

A 94: User diskutieren auf Facebook

Söders Tempolimit auf der Isentalautobahn: Hitzige Debatte im Internet

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Anordnung von Ministerpräsident Markus Söder, auf der Isentalautobahn stellenweise ein Tempolimit gegen den Lärm zu erlassen, wird im Netz heiß diskutiert.

Dorfen - Die Anordnung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU), auf der Isentalautobahn stellenweise ein Tempolimit gegen den Lärm zu erlassen, stößt vor allem bei den Anliegern auf Zustimmung. Es gibt aber viel Kritik. Das Thema wird auf der Facebook-Seite unserer Zeitung intensiv diskutiert. Rund 300 Meinungen haben uns seit Mittwochnachmittag erreicht.

User vermuten Wahlkampf-Taktik

Etliche Leser loben die Entscheidung und sprechen von einer „sehr guten Maßnahme“. „Grundsätzlich richtige Entscheidung, durch die Verringerung der Höchstgeschwindigkeit kann gerade in den Stoßzeiten einhöherer Durchfluss des Verkehrs erfolgen“, ist ein Leser überzeugt. Er mutmaßt aber auch, dass Söders Kehrtwende dem Kommunalwahlkampf geschuldet sei. In dieses Horn stößt eine weitere Leserin: „Schade, dass unsere Politikerso schnell einknicken, bloß weil der Wahlkampf vor der Tür steht.“ Ein Befürworter schreibt von einer „überfälligen“ Festlegung, die nun aber „engmaschig kontrolliert“ werden müsse.

Die Mehrheit zeigt wenig Verständnis

Doch die Mehrheit der Nutzer auf unserer Facebook-Seite zeigt wenig Verständnis für die Maßnahme. Ein Erdinger wundert sich etwa, warum das plötzlich möglich sei, „nachdem alle Behörden versichert hatten, dass es dafür keine rechtliche Möglichkeit gibt“.

„Klasse Leistung. Dadurchverringert sich der Nutzen der Autobahn im Vergleich zur Bundesstraße“, schreibt ein anderer Leser. In die gleiche Richtung geht ein weiterer Kommentar: Es sei ein Witz, eine Autobahn zu bauen, um schneller von A nach B zu kommen, dann aber ein Tempolimit zu erlassen, „damit die Leute nicht wie auf einer Autobahn fahren“. Fast wortgleich ein anderer Kommentar: „Das Plus, auf das so viele Menschen in der Region gewartet haben, wird nun kastriert.“

„Reine Augenwischerei“ und „Blödsinn“

Ein User spricht von „reiner Augenwischerei“. Die Reduzierung bringe nichts, weil die Lastwagen das Problem seien. Ein weiterer Facebook-User meint, das Limit sei „Blödsinn“. Die Anwohner feierten das jetzt, es werde sich aber nichts ändern.

Einige User können sich nun vorstellen, doch wieder über Land zu fahren, da der Zeitgewinn weg sei.

Alles zurück auf Anfang – das kann sich eine Leserin vorstellen. Sarkastisch merkt sie an:„Reißt’s die Autobahn weg und baut die Trasse Haag.“ Ähnlich eine weitere Meinung: Erst werde die Natur zerstört, dann werde an der Qualität des Autobahnbelags gespart.  

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Der Lärmschutz entlang der neuen Isentaltrasse der A 94 bewegt nach wie vor die Gemüter. Anwohnerin Maria Numberger klagt, dass 2015 die blickdichten Schallschutzwände „heimlich aus den Plänen gestrichen“ wurden.

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