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Mit großem Einsatz leiten (v. l.) Hilde Mittermeier und Freyja Brönnle den Bereich „Anerkannter Helferkreis“. Ruth Wildgrube, Vorsitzende, bedankte sich für den breiten Rückhalt in der Nachbarschaftshilfe Dorfen. 

Jahresbericht der Nachbarschaftshilfe Dorfen 

Nach Kapitänswechsel weiter auf Kurs

Die Nachbarschaftshilfe (NBH) Dorfen ist vom Geist der Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung geprägt. Das betonte Vorsitzende Ruth Wildgrube in der Mitgliederversammlung im katholischen Pfarrheim. Dort blickte sie auf ein sehr erfolgreiches erstes Jahr als Vorsitzende zurück.

VON FABIAN HOLZNER

Dorfen– In ihrem Jahresbericht dankte Wildgrube ihrer Vorgängerin Hilde Mittermaier. Diese habe ihr einen hervorragend organisierten Verein übergeben. Der „Kapitänswechsel“ sei nicht nur ohne „Meuterei“ vonstatten gegangen, sondern die Mannschaft habe geholfen, den erfolgreichen Kurs fortzusetzen, betonte sie und dankte besonders den aktiven Mitgliedern, die in den drei Bereichen Nachbarschaftliche Hilfe, Helferkreis und Dorfener Tafel ehrenamtlich wirken.

Um noch mehr Wind in die Segel der Nachbarschaftshilfe zu bringen, hat Wildgrube alte Kontakte aufgefrischt. Der Vorstand ist an die Leiter von Schulen, Kindergärten und Frauenhaus herangetreten, hat die Verbindungen zum Sozialamt und der Seniorenreferentin der Stadt gestärkt. Um gezielt auf Leistungen der Nachbarschaftshilfe hinweisen zu können, wurden Musterbriefe, etwa für Alleinerziehende, verfasst. Sie werden noch immer gezielt übergeben.

Eine wesentliche organisatorische Änderung im vergangenen Jahr war die Trennung der Bereiche Nachbarschaftliche Hilfe und Anerkannter Helferkreis zu unabhängig voneinander geleiteten Standbeinen der NBH. Als Einsatzleiterin des Helferkreises konnte die ehemalige Vorsitzende Hilde Mittermaier gewonnen werden. Sie wird von einer begleitenden Fachkraft, die notwendige Voraussetzung für einen „Anerkannten Helferkreis“ ist, unterstützt. Erst nach langer Suche konnte Freyja Brönnle, Pflegedienstleiterin im Marienstift, dafür gefunden und damit der Fortbestand des Helferkreises gesichert werden.

Dessen Aufgabenbereich ist die stundenweise Entlastung pflegender Familien. Geschulte Helfer aus den Reihen der NBH nehmen sich der Betreuten mit unterschiedlichen Pflegegraden an. Brönnle übernimmt die Erstgespräche mit den Angehörigen, begleitet die Helfer beim ersten Einsatz und gibt Fortbildungen. Mittermaier berichtete für 2018, dass elf Helfer in 241 Einsätzen 14 Familien helfen konnten.

Ganze 750 Stunden wurden im Bereich der Organisierten nachbarschaftlichen Hilfe aufgewandt, sagte Wildgrube. 300 davon, also 40 Prozent, leisteten die Ehrenamtlichen für Begleitungen wie beispielsweise zu einem Arzttermin, 190 Stunden für Seniorenbetreuung.

Über die Aktivitäten der Dorfener Tafel berichtete Monika Rudolf. Elf Millionen Tonnen Lebensmittel würden jährlich in Deutschland weggeworfen, mahnte sie. Momentane politische Zielsetzung sei es, diese Menge zu halbieren. Aktuell fährt die Tafel 20 Geschäfte in Dorfen und Umgebung einmal wöchentlich an, um Spenden abzuholen, daneben gibt es private Spender. So kommen wöchentlich im Durchschnitt 600 Kilogramm Lebensmittel für die Tafel zusammen, 2018 waren es insgesamt 30,6 Tonnen. Mit einmaligen Spendenaktionen halfen einige Supermärkte sowie das Kinderhaus Sankt Wolfgang, der Kindergarten Pusteblume, die Turngruppe Dorfen und die Grundschule Schwindegg. Tafelberechtigt sind 110 Haushalte mit rund 270 Personen, informierte Rudolf.

Michael Oberhofer, Sozialreferent der Stadt, bezeichnete die Nachbarschaftshilfe in seinem Grußwort als „Feuerwehr“ in einem sozialen Sinn. Sie helfe, wenn Not am Mann ist, aber auch präventiv, um Notlagen zu verhindern.

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