Der historische Jakobmayer-Saal ist das Herzstück des Kulturhauses. Unser Bild entstand im November 2011 bei der Eröffnung. Foto: Renner

Kulturhaus

Jakobmayer: Saalmiete steigt um 50 Prozent

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Dorfen - Die Stadt will die Nutzungsgebühren für den Jakobmayer-Saal deutlich anheben. Um durchschnittlich 50 Prozent sollen Saalmiete sowie Zusatzleistungen teurer werden. Auch der Lärmschutz wird verschärft.

Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates soll am Mittwoch kommender Woche (19 Uhr, Sitzungssaal der Sparkasse) einen neuen Nutzungsvertrag beschließen, in dem Saalmiete und Gebühren sowie Nutzungsvereinbarungen geregelt sind. Die Stadt hat den Vertragsentwurf vorab von einem Rechtsanwalt prüfen lassen.

Um durchschnittlich 50 Prozent sollen Saalmiete und sonstige Gebühren angehoben werden. Gemeinnützige Gruppen und Vereine zahlen dann 150 anstatt bisher 100 Euro Saalmiete. Bei privaten Feierlichkeiten steigt der Betrag von 200 auf 300 Euro. Für kommerzielle Nutzer wird der Mietpreis von 450 auf 550 Euro erhöht. „Die Stadt ist mit den neuen Gebühren immer noch unter dem Niveau anderer Kulturhäuser“, sagt dazu Stadtsprecherin Irmgard Beyer. Die bislang „äußerst moderaten Gebühren“ stünden in keinem Verhältnis mehr zu den Aufwendungen, die von der Stadt erbracht würden. „Auf Dauer kann nicht alles auf Steuerzahlerkosten abgewickelt werden“ begründet Beyer.

Derzeit wendet die Stadt für den Betrieb des Kulturhauses inclusive Abschreibungen jährlich etwa 220 000 Euro auf. Der reine Zuschuss, der für den Kulturbetrieb ausgegeben wird, liegt in etwa bei der Hälfte der Summe. Laut Beyer ist die Höhe vergleichbar mit dem Minus, das die Stadt jährlich beim städtischen Schwimmbad verzeichnet. Aus finanzieller Sicht laufe der Betrieb des Jakobmayer für die Stadt „zufriedenstellend“, so Beyer.

Das im November 2011 eröffnete Jakobmayer-Kulturhaus ist in Dorfen zu einer kulturellen Institution geworden. Alleine für das laufende Jahr sind bereits über 150 Veranstaltungen im Jakobmayer-Saal gebucht. „Die Tendenz ist weiter steigend“, sagt Beyer. 2015 hätten insgesamt 143 Veranstaltungen im Saal stattgefunden.

Doch mit der Zahl der Veranstaltungen hat sich in den Jahren auch die Lärmproblematik verschärft. Anwohner drohten der Stadt sogar mit Rechtsmitteln, sollte sich an der Situation nichts ändern. Die Stadt hat laut Beyer entsprechend reagiert. So wurden die Treppen auf die Galerie mit einem speziellen Teppich gedämpft, die Musikanlage wurde so programmiert, dass die Basslautstärke automatisch begrenzt wird. Veranstaltungen wie etwa ein Zumba-Treff wurden eingestellt, um den etwa durch Hüpfen verursachten Lärm auszumerzen.

Im neuen Nutzervertrag werden noch mehr Vorschriften gemacht. So dürfen die Fenster zum Unteren Markt hin nicht geöffnet, ab 23 Uhr darf Musik nur noch gedämpft gespielt werden. Ab ein Uhr morgens ist Musik ganz verboten. Die Situation mit den Nachbarn hat sich laut Beyer „mittlerweile beruhigt“. Für den Herbst plant die Stadt zum fünfjährigen Jubiläum des Jakobmayer eine Festveranstaltung. 

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