Mann sticht mehrere Menschen in Finnland nieder

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Zu Gast am Gymnasium Dorfen war eine Delegation von Schulräten aus der japanischen Stadt Shisui. Sie wurden von Schulleiterin Andrea Hafner, Bürgermeister Heinz Grundner, Lehrkräften und Schülern begrüßt. 

Städtepartnerschaft

Japaner umwerben die Isenstadt

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„Konnichi wa!“ Auf japanisch heißt das „Guten Tag“. In Zukunft wird man die japanische Sprache in der Isenstadt öfter zu hören bekommen. Zwischen Dorfen und Shisui bei Tokio bahnt sich eine Städtepartnerschaft an. Der Kontakt entstand aus reinem Zufall.

Dorfen – Es war im Frühjahr 2014, als Bürgermeister Heinz Grundner von einer Mitarbeiterin im Bürgerbüro informiert wurde, dass gerade japanische Bürgermeister im Foyer Rathaus seien und Prospekte von Dorfen mitnähmen. Der Stadtchef erinnert sich noch genau. Er ging von seinem Büro im ersten Stock nach unten und traf vor dem Rathaus auf die japanische Reisegruppe. „Spontan bot ich den Kollegen an, sie durch das Rathaus zu führen.“ Das zeigte Wirkung. Nicht nur von der Gastfreundschaft Grundners waren die Männer aus dem Land des Lächelns begeistert, sondern auch vom Charme Dorfens. Dem ist der Bürgermeister von Shisui, Yasuhisa Kosaka, offenbar erlegen.

Monate später nahm das Stadtoberhaupt von Shisui über die in München lebende japanische Schriftstellerin Masumi Böttcher-Muraki Kontakt zu Grundner auf. Im Oktober vergangenen Jahres schickte Kosaka eine Gruppe Verwaltungsbeamter nach Dorfen. Ziel: Die Vorbereitung einer Partnerschaft mit der Isenstadt.

Am Montag waren nun vier Mitglieder des Schulrats der Stadt Shisui zu Besuch am Gymnasium Dorfen. Ihre Mission: das Ausloten einer Zusammenarbeit zwischen den Schulen beider Städte. Die japanischen Gäste lernten dabei nicht nur das Schulleben in Dorfen, sondern auch die bayerische Lebensart kennen. Besonders beeindruckend waren die Japaner laut Teilnehmern des Treffens von den in Tracht gekleideten Schülern, die zur Amboss-Polka einen Schuhplattler tanzten.

In einer Gesprächsrunde mit Schulleiterin Andrea Hafner, Lehrkräften, Bürgermeister Grundner und Vertretern der Stadt wurden Formen einer möglichen Kooperation des Gymnasiums Dorfen mit einer Schule aus Shisui erörtert. Das „sehr bereichernde Gespräch“ habe gezeigt, wie man sich auf unterschiedliche Art und Weise einem interkulturellen Projekt annähern und die jeweiligen Interessen auch auf einen gemeinsamen Nenner bringen könne, berichteten Hafner und Grundner von dem Gespräch. Nun ist vorgesehen, dass Ende Juli schon eine erste kleine Gruppe von japanischen Schülern im Alter zwischen 13 und 15 Jahren nach Dorfen kommt. Gemeinsam wollen Gymnasium, Stadt und Gastfamilien den japanischen Schülern ein kulturell ansprechendes Programm bieten und Grundlagen für eine weitere interkulturelle Zusammenarbeit schaffen. Ein Muss in dem Programm ist laut Grundner ein Besuch im Schloss Neuschwanstein von Märchenkönig Ludwig II.

Shisui liegt etwa 50 Kilometer östlich von Tokio und ist eine Stadt mit 21 000 Einwohnern. Die japanische Stadt ist nicht die erste, die als Partnerstadt Dorfens im Gespräch ist. In den vergangenen Jahren gab es schon Kontakte in die USA, nach Frankreich (Provence) und nach Zlotoryja (Polen). Aus den Kontakten, die über Vereine oder Schulen entstanden, ist allerdings nie eine Partnerschaft entstanden.

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