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„Jetzt red i“ in Dorfen

Immobilien-Preise außer Rand und Band

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Die Preise für Immobilien explodieren. Wohnraum wird zum Luxusgut. Besonders betroffen ist der Landkreis Erding. Das Bayerische Fernsehen greift das Thema in der Sendung „Jetzt red i“ am Mittwoch in Dorfen auf.

Dorfen – Wer im Landkreis eine Wohnung sucht, braucht zwei Dinge: Zeit und Geld. Es gibt kaum Wohnungen – und wer eine zu vermieten hat, kann den Preis fast beliebig in die Höhe treiben. Die Zeiten, in denen das Wohnen nur in Metropolen teuer war, sind längst Geschichte. Ganz im Gegenteil: Nach einer Studie des Internetportals immowelt.de sind die Preise in den vergangenen fünf Jahren in München um 32 Prozent gestiegen – im Umland um fast 60 Prozent.

Vor allem im Landkreis Erding explodieren sie. In den vergangenen Jahren sind die Kaufpreise für ein eigenes Dach über dem Kopf um drastische 88 Prozent gestiegen. Besonders Zwei-Zimmer-Wohnungen sind gefragt wie nie. In Erding werden dafür laut immowelt.de pro Quadratmeter schon um die 18 Euro Kaltmiete bezahlt, in Dorfen über zehn Euro. Der Kaufpreis für Wohneigentum steigt ebenfalls rasant an. Im April lag der Preis pro Quadratmeter in Erding bei bis zu 5800 Euro, in Dorfen schon bei fast 4600 Euro.

Wohnen nurfür Reiche?

Das Bayerische Fernsehen thematisiert diese Problematik und kommt am morgigen Mittwoch mit der Livesendung „Jetzt red i“ ins ESC-Stadion nach Dorfen. Von 20.15 bis 21 Uhr diskutieren die Moderatoren Tilmann Schöberl und Vera Cornette mit Bürgern sowie Wohnungsbauministerin Ilse Aigner (CSU) und Bayerns SPD-Vorsitzender Natscha Kohnen über das Thema „Wohnen nur für Reiche?“.

Viele Kommunen wollen den Druck im Kessel durch verstärktes Ausweisen von neuen Baugebieten nehmen. Doch das Preisbarometer sinkt nicht, es steigt weiter an. Gerade der Siedlungsdruck auf Dorfen ist riesig. In den vergangenen fünf Jahren sind in Dorfen in der Stadt 400 und im Umland 150 Wohneinheiten entstanden. Auf dem ehemaligen Firmenareal der Ziegelei Meindl soll in den nächsten Jahren Wohnraum für bis zu 1800 Menschen entstehen. Auf einer Interessentenliste für Grundstücke in der Stadt stehen mehr als 400 Personen.

Was hilft? „Unser oberstes Ziel heißt: Wohnungen schaffen. Letztendlich hilft nur eine gemeinsame Aktion von Bund, Ländern, Kommunen und Privatleuten, um mehr

„Nullnummer“ derStaatsregierung

Wohnraum zu schaffen“, sagt Wohnungsbauministerin Aigner. Der Freistaat will daher im Sommer 2018 die staatliche Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim gründen und bis 2025 mehr als 10 000 Wohnungen erstellen. Insgesamt stehen heuer 685 Millionen Euro für die staatliche Wohnraumförderung zur Verfügung.

„Der Freistaat muss per staatlicher Wohnungsbaugesellschaft in den nächsten fünf Jahren mindestens 25 000 Wohnungen bauen lassen“, fordert SPD-Chefin Kohnen. Das von der Staatsregierung angekündigte Programm wertet sie als „Nullnummer“.

In der BR-Sendung sollen mögliche Konzepte gegen die Wohnungsnot debattiert werden. Hinterfragt werden soll auch, warum die Mietpreisbremse nicht funktioniert.


BR sendet live aus Dorfen

„Jetzt red i“ wird am Mittwoch, 9. Mai, ab 20.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen übertragen.

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