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Aufmerksame Zuhörer: Europaabgeordnete Maria Noichl (l.) bei ihrem Vortrag in der Aula des Gy mnasiums.

Gymnasium Dorfen

Jugendprojekt Europa

Zum zweiten Mal hat Maria Noichl das Dorfener Gymnasium besucht. Die Lehrerin ist Abgeordnete im Europäischen Parlament.

Dorfen – Sie berichtete im Rahmen des Sozialkundeunterrichts der Q12 über ihre politische Arbeit im Brüsseler Parlament. Noichl sitzt im Agrarausschuss, im Ausschuss für Gleichberechtigung und im Ausschuss für Entwicklungshilfe.

Die SPD-Abgeordnete ist leger, sehr volksnah und eine echte Volksvertreterin. Noichl kommt aus Niederbayern und erzählte auch ganz ungeniert mit unverwechselbarem Dialekt über ihre Arbeit. Es sei ihr sehr wichtig, dass die Schüler merken: „Wir sind aus Fleisch und Blut und nicht die da oben.“ Sie betonte: „Mia san ganz normale Leit, auf Zeit Abgesandte vom Volk.“

Noichl erklärte einfach und verständlich den Ablauf im EU-Parlament, erklärte Zusammenhänge zu ihren Themenfeldern und die Wichtigkeit Europas insgesamt für alle Länder. Europa sei auch ein „Projekt der Jugend“. Sie seien nicht nur wichtige Wähler der Zukunft, sondern die jungen Menschen sollten später Führung übernehmen und das gesellschaftliche Zusammenleben regeln.

Von Politikverdrossenheit hat Noichl bei den Dorfener Schülern nichts bemerkt. Die Fachschaft Sozialkunde habe die Schüler gut vorbereitet und es seien „tolle Fragen gestellt worden“, die zeigten, wie wichtig Europa ist. Etwa, ob EU-Exporte nach Afrika richtig seien und ob „Fairtrade“ die Wirtschaft dort schützen könne. Noichl sagte, Afrika brauche einen „Care-Trade“, eine geschützte Wirtschaft. „Wenn wir etwa mit billigen Milchprodukten in Afrika den Markt zerstören, kommen letztlich noch mehr Leute zu uns.“

Hermann Weingartner 

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