Sechs Neue: Kommandant Johann Attenhauser (l.), Ehrenkommandant Manfred Kremser (2. v. r.) und 2. Kommandant Thomas Feckl (r.) begrüßten (ab 2. v. l.) Benedikt Mika, Christina Lohmeier, Benedikt Wandinger, Markus Moser, Simon Bauer und (nicht auf dem Foto) Josef Attenhauser. Foto: Weingartner

Feuerwehr Eibach

Kein „Sonderkanal“ – Übung abgebrochen

Fast 1500 Stunden ehrenamtlich war die Ortsfeuerwehr (FF) Eibach für die Sicherheit von Dorfens Bürgern im Jahr 2015 im Einsatz. Das waren fast 50 Prozent mehr, als im Jahr zuvor. Einziges Ärgernis war eine abgebrochene Funkübung.

Eibach – Für die Zukunft ist die Eibacher Wehr gerüstet. Zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Mayer waren über 70 FF-Mitglieder gekommen, darunter über 20 junge Aktive. Für großartige Einsatzbereitschaft spendierte der Feuerwehrverein jedem eine Brotzeit und eine Mass Bier.

Die Aktivitäten und Leistungsbereitschaft der Feuerwehr zeigte Kommandant Johann Attenhauser in seinem Jahresbericht 2015 mit beeindruckenden Zahlen auf. Eibach hat insgesamt 58 Aktive, darunter 16 Atemschutzgerätträger. Insgesamt wurden 1416 Stunden ehrenamtlich bei 13 Einsätzen (160 Stunden), 29 Übungen und zehn Funkübungen (615) sowie mehreren Ausbildungen (641) in der Freizeit geleistet. Damit sei die Wehr gerüstet, „um im Ernstfall dem Bürger best möglichst helfen zu können“, betonte Attenhauser. Für den Einsatz und die Leistungsbereitschaft bedankte er sich bei den Aktiven, seinen Führungskräften und der Führung des FF-Vereins.

Ausgerückt wurde zu je zwei Bränden und Technischen Hilfeleistungen sowie neun Fehlalarmen, berichtete Attenhauser. Die sehr vielen Fehlalarme seien „schlecht für die Motivation“. Er forderte die Aktiven auf: „Kommt’s trotzdem immer, denn man weiß nie, was los ist.“ Ein anderes Ärgernis sei durch die Leitstelle Erding verursacht worden. Weil man keinen „Sonderkanal“ für eine begonnene Funkübung bekommen habe, musste diese abgebrochen werden. Die Leute seien in der Freizeit extra gekommen und müssten dann wieder heim. „Ein Unding“, schimpfte Attenhauser.

Sehr erfreulich sei der Zusammenhalt, die Einsatzbereitschaft und Beteiligung an den Übungen, sagte der Kommandant. Derzeit habe man 17 Atemschutzträger. Zwölf würden normalerweise reichen, doch soll die Zahl möglichst gehalten werden.

Martin Lanzinger wurde nach 25 Jahren Dienst zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Am Ende konnte Attenhauser wieder einige Neue in den aktiven Feuerwehrdienst, wie üblich per Handschlag, aufnehmen. Mit Christina Lohmeier, Josef Attenhauser, Benedikt Mika, Simon Bauer, Benedikt Wandinger und Markus Moser ist die Wehr jetzt 164 Mann stark.

Großen Respekt und ein großes Dankeschön für den ehrenamtlichen Einsatz der Aktiven gab es vom Feuerwehrreferenten der Stadt Dorfen, Josef Wagenlechner, der neben der Stadt auch die Kreisbrandinspektion vertrat: „Ihr seid’s a gute Feuerwehr.“ Fast 1500 ehrenamtliche Stunden geleistet und über 50 Aktive in der Versammlung, darunter sehr viele Junge, das kommentierte Wagenlechner mit den Worten: „Grandios, ich muss euch echt loben.“ Er versicherte, die Stadt sorge für sichere und gut ausgestattete Wehren und alles was für den Einsatzdienst nötig sei. Für den Nachwuchs in den eigenen Reihen müsse die Wehr selber sorgen. Mit den vielen Jungen und sechs jungen Neuaufnahmen brauche sich in Eibach keiner Sorgen zu machen. Die Sache mit dem nicht erhaltenen „Sonderkanal“ werde nachgegangen: „Es kann nicht sein, dass deswegen eine Funkübung abgebrochen werden muss.“

Hermann Weingartner

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