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Dorfen ist positiv, schwärmt LDW-Stadtrat Martin Heilmeier (r.), aber die Kritik am Stadtrat zu negativ.

Landliste Dorfen West

Kennedy würde heute schwärmen: „I bin a Dorfna“

Landersdorf – Sie haben es nicht leicht, glauben sie: „Brutal schwer“ sei derzeit die lokalpolitische Arbeit, beschwerten sich die beiden Stadträte der Landliste Dorfen West (LDW), Martin Heilmeier und Johann Selmair.

Vor rund einem Dutzend Besucher informierten die beiden beim Huber-Wirt in Landersdorf über ihre Aktivitäten. „Mia miassn richtig kämpfen“, schilderte Heilmeier die Stadtratsarbeit.

Verantwortlich dafür sei die zuletzt „negative Kritik über uns“ in der lokalen Berichterstattung, betonte Heilmeier. Es gebe verschiedene Meinungen, die Kritik halte man aber zum Großteil völlig unberechtigt und überzogen. Die LDW-Stadträte wollen sich davon nicht beeindrucken lassen: „Wir machen weiter mit unserer ehrlichen Arbeit für Dorfen mit gesundem Menschenverstand“, versicherte Heilmeier.

In Dorfen werde „viel schlecht geredet“, bedauerte Heilmeier. Dabei gebe es „viele positive Sachen in Dorfen“, auch wenn „nicht alles nur rosig“ sei. „Dorfen ist super und lebenswert.“ Als Beweis zeigte er ein großes Blatt, worauf eine Menge von Dorfens Vorzügen notiert waren: Schulen, Kindergärten, Krankenhaus, Ärzte, städtisches Altenheim, Kulturzentrum, Kino, Eishalle, Volksfest, Zuganbindung, intakte Dörfer, historische Altstadt. „Wir müssen mehr Selbstbewusstsein zeigen“, forderte Heilmeier und jeder könne „stolz sein, ein Dorfener zu sein“.

Im Überschwang kramte Heilmeier in der Historie. Übertragen mit dem weltberühmten Satz, „Ich bin ein Berliner“, von John F. Kennedy (1963) würde heute der ermordete US-Präsident wohl schwärmen: „I bin a Dorfna.“

Auch das neue Dorfener Rathaus sei „zu negativ“ beurteilt worden, ärgerte sich Selmayr. Der Stadtrat habe sich für „das deutlich besser Konzept“ entschieden. Positiv siehz die LDW den „sehr gut“ angelaufenen Breitbandausbau der eigenen Stadtwerke für schnelles Internet in Stadt und Land. „Das funktioniert“, ist sich Heilmeier sicher.

Er griff noch eine weitere Entwicklungen auf. Der Förderkreis Dorfen bemühe sich gerade um Dorfens Märkte, ein Aushängeschild der Stadt, attraktiver zu machen. „Gut“ was der Gewerbeverein da mache. Aber 120 000 Euro nur für das Aufstellen des gespendeten Kokocinski-Kunstwerks („Die Jakobsleiter“) am Unteren Markt ist der LDW „eindeutig zu teuer“. Selmayr wollte es „glei ned kaufen“. Mit Blick auf den Stadthaushalt „müssten wir sparen“, befand Heilmeier. Der Landlisten-Fraktionschef hat aber das Gefühl: „Wir sparen nicht wirklich.“  

Hermann Weingartner

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