Fleißige Helfer: Zusammen mit Anja Thole (r.) und der Familie Streibl bastelten die Kinder mit großem Eifer Wildscheuchen (links im Bild), um Kitze zu retten. Foto: (Streibl)

Lebensretter für Rehkitze

Kinder basteln Wildscheuchen

Dorfen – Einen ganz besonderen Vormittag haben die Vorschulkinder des Kinderhauses „Unterm Regenbogen“ in Dorfen erlebt: Zu Besuch kamen die Jäger Agnes und Franz Streibl mit Jagdhündin Ayka, sowie die Mitarbeiterinnen der Wildland-Stiftung Bayern, Gabi Nikles und Anja Thole, die diesen Vormittag organisiert hatten.

Die Wildland-Stiftung Bayern ist die Naturschutzstiftung der bayerischen Jäger, deren Mitarbeiterinnen das neue BayernNetzNatur-Projekt „Natur.Vielfalt.Isental“ betreuen.

Die Kinder erfuhren an diesem Vormittag, dass jetzt im Frühjahr die Rehkitze auf die Welt kommen und von ihrer Mutter, der Rehgeiß, im hohen Gras abgelegt werden, um sie vor natürlichen Feinden, wie zum Beispiel dem Fuchs zu verstecken. Da die Rehkitze bei Gefahr nicht flüchten, sondern sich ganz dicht auf den Boden drücken, werden jedes Jahr viele Rehkitze beim Mähen der Wiesen von den großen Mähwerken schwer verletzt und kommen dadurch zu Tode. Allerdings kann dies auch verhindert werden, wenn der Jäger in Absprache mit dem Landwirt einen Tag vor der Mahd so genannte Wildscheuchen in der Wiese aufstellt. Dies beunruhigt die Rehgeiß, die ihr Kitz aus der Wiese herausführt und zum Beispiel am nahen Waldrand ablegt.

Die Vorschulkinder durften danach solche Wildscheuchen basteln, die dann an die Familie Streibl übergeben wurden, die sie zu gegebener Zeit in den Wiesen aufstecken werden. Anschließend zeigte Hündin Ayka, was ein Jagdhund können muss und Franz Streibl erklärte, warum zum Beispiel das Apportieren so wichtig ist. Verschiedene Spiele rundeten den ereignisreichen Vormittag ab, und jedes Kind bekam von der Wildland-Stiftung zum Abschluss ein Rehmaske zum selber basteln mit nach Hause.  wk

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