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Wird erweitert und hochmodern: Die Kläranlage in Dorfen. 

Planungsauftrag vergeben

Kläranlagenausbau kostet 6,5 Millionen Euro

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Die Reinigungsleistung der Dorfener Kläranlage soll verdoppelt werden. Über 6,5 Millionen Euro muss die Stadt dafür investieren. Der Auftrag für eine entsprechende Planung ist jetzt vom Bauausschuss des Stadtrates beschlossen worden.

Dorfen – Die Dorfener Kläranlage ist 1975 als Belebungsanlage mit Schlammstabilisierung mit einer Reinigungsleistung von 13 000 Einwohnerwerten gebaut worden. 2010 wurde auf 15 500 Einwohnerwerte erweitert. Doch der Zuzug nach Dorfen zeigt auch hier seine Wirkung: Die Anlage ist an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, soll die Kläranlage auf 30 000 Einwohnerwerte ausgebaut werden.

Das auf Abwassertechnik spezialisierte Ingenieurbüro Steinle aus Weyarn hat im Bauausschuss einen Vorentwurf für die Erweiterung vorgestellt. Mit dieser wird die Dorfener Kläranlage auch hochmodern. Denn zur bestehenden Belebungsbecken-Klärmethode kommen ein Vorklärbecken und dann die anaerobe Schlammfaulung hinzu. Alleine durch das Vorklärbecken kann die Kapazität der Anlage um mehr als ein Drittel erhöht werden. Von dort aus gelangt das Abwasser in die bestehende Belebungsanlage.

Der Schlamm aus dem Vorklär- und dem Belebungsbecken kommt dann in einen Faulturm. Aus dem dabei entstehenden Faulgas wird durch ein Blockheizkraftwerk Strom für den Eigenbedarf erzeugt. Eventueller Stromüberschuss wird ins öffentlich Netz eingespeist. Mit der Erweiterung der Kläranlage wird die Klärung in zwei Straßen aufgeteilt. Damit ist gewährleistet, dass beim Ausfall eines Klärbereiches ein zweiter übernehmen kann.

Der Vorentwurf des Ingenieurbüros hat den Ausschuss überzeugt. Deshalb wurden die Fachleute auch mit der Erstellung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung beauftragt. Die Erweiterung wird mit 4,76 Millionen Euro angesetzt, mit Bauneben- und Planungskosten wird das Projekt auf 6,645 Millionen Euro kommen. Im Haushalt sind die Investitionskosten für die nächsten Jahre eingestellt. Baubeginn soll 2021/22 sein. Ob im Zuge der Kläranlagenerweiterung auch eine Erhöhung der Abwassergebühren kommen wird, ist laut Finanzverwaltungsleiterin Maria Bauer noch nicht zu sagen. In diesem Jahr stehe eine neue Gebührenkalkulation an.

In einem weiteren Beschluss hat der Ausschuss an die Coplan AG aus Eggenfelden eine 20 000 Euro teure Machbarkeitsstudie und Wirtschaftlichkeitsrechnung in Auftrag gegeben. Diese soll den Anschluss der Wasentegernbacher Kläranlage an die Dorfener untersuchen. Mit einer solchen Zentralisierung werden Kosteneinsparungen verbunden. ANTON RENNER

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