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Viel Glück im Wahlkampf (v. l.): Bayernpartei-Landesvorsitzender Florian Weber gratulierte den gewählten Direktkandidaten Andreas Zimmer (Landtag) und Hans Wagner (Bezirkstag). 

Bayernpartei-Kreisverband

Kleine Gruppe, große Ziele

Auch die Bayernpartei im Landkreis schickt einen Direktkandidaten in den Wahlkampf. Andreas Zimmer wurde bei der Aufstellungsversammlung in Dorfen einstimmig gewählt. Er gibt sich kämpferisch.

Dorfen „Wir haben in der Pflege einen Notstand, und die Bezahlung ist ungerecht.“ Das stellte Andreas Zimmer, Kreisvorsitzender der Bayernpartei Erding, in seiner Ansprache vor der Wahl des Direktkandidaten für die Landtagswahl fest. Einstimmig wurde der Mann aus dem Holzland als Kandidat für den Wahlkreis Erding von den vier im Gasthaus Lebzelter versammelten Stimmberechtigten gewählt. Neben mehr Gerechtigkeit in der Sozialpolitik ist die Vermeidung der dritten Startbahn am Flughafen München ein Kernanliegen des 32-jährigen Inningers. Neben der Lärmbelastung sieht Zimmer auch die Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen als Gegenargument. Das bereits bestehende Ausmaß der Umweltverschmutzung zeige sich an mit Kerosin und Feinstaub verdreckten Fotovoltaikanlagen in der Einflugschneise über dem Holzland.

In einem weiteren Wahlgang wurde der Dorfener Hans Wagner einstimmig zum Direktkandidaten des Wahlkreises für die Bezirkstagswahl bestimmt. Er will sich dafür einsetzen, dass das Isar-Amper-Klinikum in Taufkirchen nicht weiter wächst. Für den Bezirkstag gilt keine Fünf-Prozent-Hürde, die Bayernpartei ist derzeit mit drei Abgeordneten vertreten.

Beide Wahlen wurden vom Landesvorsitzenden Florian Weber geleitet. Er sieht die Bayernpartei als „echte Alternative“ für den konservativ-bürgerlichen Bereich. Deutlich sprach er sich gegen die Aufhebung der Kultur- und Schulhoheit der Länder aus. Für den Freistaat würde eine Nivellierung des Schulniveaus „eine Katastrophe“ bedeuten, die Leistungsfähigkeit der ganzen Gesellschaft wäre bedroht, sagte Weber.

Für Bayern möchte der Landesvorsitzende eine eigene Grenzsicherung, um „das Asylrecht unter allen rechtlichen Gegebenheiten umsetzen zu können“. Weitere Themen der Bayernpartei sind die Altersarmut, die Eindämmung der Wohnpreise, mehr direkte Demokratie durch mehr Volksbegehren und Volksentscheide sowie der Artgerechte Tierschutz. „Sollte die Bayernpartei in den Landtag einziehen, bedeutet dies ein Ende für den zentralistischen Einheitswahn“, kündigte Weber hinsichtlich der Zukunft der Europäischen Union an.

Fabian Holzner

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