Helfen als Herzenssache: Die Kinder spenden nicht nur Geld, sondern auch einen Teil ihrer Spielsachen für arme Altersgenossen in den Bergdörfern des Himalaya. Foto: fkn

Kinder- und Jugendhaus Dorfen

Kleine Pflaster für große Wunden in Nepal

Dorfen – Im April 2015 wurde Nepal von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht. Knapp 9000 Menschen verloren dabei ihr Leben. Das Land leidet unter bitterer Armut – vor allem die Kinder. Das Kinder- und Jugendhaus Dorfen will helfen und hat für das Projekt „1 zu 1 für Nepal“ 400 Euro gespendet.

Das Geld sind die Einnahmen eines Weihnachtsmarktes, bei dem die Kinder Selbstgebasteltes verkauft haben. Die Spende wurde nun dem Buchbacher Wolfgang Bauer zur Verfügung gestellt, der das Projekt „1 zu 1 für Nepal“ initiiert hat. Bauer und sein Freund Jörg Hofer aus Grüntegernbach reisten im November erstmals ins Erdbebengebiet, um Vorort zu helfen und dafür zu sorgen, dass die Spenden auch dort ankommen, wo sie ganz dringend benötigt werden. Nach deren Rückkehr haben die beiden nun den Kindern in Dorfen über ihren Hilfseinsatz berichtet. Insbesondere die Bilder über die zerstörten Schulen und die primitiven Bedingungen, unter denen die Kinder in Nepal zu leben haben und unterrichtet werden, haben auch bei den Kleinsten des Kinder- und Jugendhauses große Augen hervorgerufen. Mit Interesse haben sie den Bericht verfolgt.

Dass die Kinder in den Bergdörfern des Himalaya zum Teil ohne jedes Spielzeug aufwachsen müssen, war für die kleinen Zuhörer fast unvorstellbar. Schnell waren sich alle einig, wie gut es ihnen eigentlich selbst gehe. Nachdem Bauer berichtete, dass er bereits Anfang März wieder nach Nepal zu seinem nächsten Hilfseinsatz aufbricht, haben einige der Kinder ihm ohne lange zu überlegen angeboten, ihm ein Teil ihres Spielzeugs mitzugeben, um es den Kindern vor Ort zu schenken.

Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter www.1zu1nepal.wordpress.com.    ar

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