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Es geht doch weiter: Schwester Elvira und Erzieher Florian Übler im vergangenen Jahr mit zwei der sieben Kinder, als die Schließung bekannt wurde. 

Seraphisches Liebeswerk steigt ein

Kloster Moosen hat wieder eine Zukunft

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Im Kloster Moosen gibt es ab September wieder eine Kindergartengruppe. Die Kongregation der Armen Schulschwestern und Stiftung SLW Altötting führen gemeinsam als Partner das Kloster in eine neue Zukunft.

Dorfen – „Die Stiftung SLW (Seraphisches Liebeswerk) Altötting und die Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau starten in eine gemeinsame Zukunft im Kloster Moosen zum Wohle der Kinder und Jugendlichen“, heißt es in einer Mitteilung von Provinzialoberin Schwester M. Charlotte Oerthel und Johannes Erbertseder, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung SLW Altötting. Das SLW wird demnach ab September eine neue Kindergartengruppe mit 25 Plätzen und Einzelintegration im Erdgeschoss des Klosters eröffnen, um den Bedarf an dringend notwendigen Kindergartenplätzen in Dorfen zu decken. Die Schulschwestern führen in den oberen Räumlichkeiten einen Kinderhort fort, weiterhin unter der Leitung von Schwester M. Franziska Glogau.

Die Schließung des Kinderheims im vergangenen Jahr war in Dorfen mit großem Bedauern aufgenommen worden. Schon damals hoffte man, einen neuen Träger zu finden – auch weil die Schließung eine Lücke in der Jugendhilfe hinterlassen hat. Mit der Stiftung SLW Altötting freuen sich alle Beteiligten, den richtigen strategischen Partner gefunden zu haben.

Auch die Stadt Dorfen begrüßt diese Entwicklung, die eine Fortführung der Kinder- und Jugendbetreuungseinrichtung im Kloster Moosen ermöglicht. Der Stadtrat hat deshalb in seiner Sitzung vom 7. Juni eine Trägervereinbarung mit beiden Häusern beschlossen. Laut Bürgermeister Heinz Grundner betrifft diese Vereinbarung einen Defizitausgleich. Das heißt, einen etwaigen finanziellen Verlust übernimmt die Stadt.

Im Kloster Moosen plant die Stiftung SLW in den Obergeschossen eine heilpädagogische Kinderwohngruppe einzurichten. Gespräche mit den benachbarten Landkreisen haben den Bedarf erkennen lassen, eine solche Gruppe bereits für Kinder ab zwei bis drei Lebensjahren zu öffnen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie leben können.

Für den Hort ist eine Profilierung der Konzeption für Schülerinnen und Schüler mit sozial-emotionaler Förderung vorstellbar. Zusammen mit einem sogenannten „HortPlus“ würde so im Charme des vorhandenen Ambientes ein inklusiver Standort ermöglicht, der Angebote der Kinder- und Jugendhilfe mit einem integrativen Haus für Kinder vereint. Das Kloster Moosen wird dabei organisatorisch an das Josefsheim Wartenberg – eine der sieben SLW-Einrichtungen – angebunden.

In HortPlus-Gruppen werden mit hoher personeller und pädagogischer Intensität jeweils zehn benachteiligte, lernschwache oder verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche durch engmaschige und möglichst individuell abgestimmte Betreuung gefördert. Dazu sollen künftig unter anderem eine teilbetreute Wohnform zur Verselbstständigung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Anschluss an die Unterbringung in einer vollbetreuten Wohngruppe kommen sowie eine Großtagespflege mit Ersatzbetreuungsmöglichkeit bei krankheitsbedingtem Ausfall einer Tagesmutter. Im Kloster Moosen sind langfristig ebenfalls diese umfassenden Angebotsformen der Kinder- und Jugendhilfe geplant. Zurzeit laufen die Umbauarbeiten zur Anpassung der Räumlichkeiten und die strategische, konzeptionelle Weiterentwicklung.

Das Seraphische Liebeswerk ist das Kinderhilfswerk der Kapuziner. Seit 125 Jahren kümmert sich das SLW um junge Menschen, die besonderer Betreuung und Förderung bedürfen. Die Angebotspalette der Stiftung erstreckt sich über den gesamten Freistaat Bayern.

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