An den Farben des Schullogos orientiert hat sich Vincent Zehetmeier beim Graffito an der Betonwand in der Grundschule am Mühlanger.
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An den Farben des Schullogos orientiert hat sich Vincent Zehetmeier beim Graffito an der Betonwand in der Grundschule am Mühlanger.

Isener Künstler besprüht Betonwand im Bühnenraum in Grundschule

Grundschule am Mühlanger: Knallbunte Kulisse

  • Uta Künkler
    vonUta Künkler
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Die Zeiten des grauen, trostlosen Betons sind am Bühnenraum der Dorfener Grundschule am Mühlanger vorbei. Bunt und farbenfroh präsentiert sich der Saal nun. Ein Graffito in strahlenden Rot-, Gelb- und Blautönen.

Dorfen/Isen - „Das ist ja alles nur grauer Beton“, hätten viele Besucher der Grundschule am Mühlenanger in Dorfen anfänglich ausgerufen, als sie die Schule vor über 15 Jahren das erste Mal betreten hatten, erinnert sich Schulleiter Thomas Emrich. Die Idee des Dorfener Architekten Rainer Hobmaier aber sei damals durchaus durchdacht gewesen: Beton ist nämlich nicht nur äußerst pflegeleicht. Der Baustoff gibt auch Raum zum Gestalten.

Kinder gestalten farbenfrohe Wände im Schulhaus

Dieser Freiraum wird an der Grundschule seit Jahren eifrig genutzt. Jedes Schuljahr sind um die 200 kleinen Künstler im Haus unterwegs. Mittlerweile sind viele farbenfrohe Wände und Ecken im Schulhaus entstanden. Größtenteils schufen die Schüler die Werke im Kunstunterricht. Aber es gab auch Aktionen mit Künstlern wie Harry S. aus Erding oder Milan Mihajlovic aus München.

Ein übrig gebliebener Dorn im Auge war der Schulfamilie lange Zeit die große betongraue Rückwand der Bühne. „Die Aufführungen der Kinder im Rahmen der jährlichen Schulfeste hatten einfach keinen würdigen Rahmen“, sagt Emrich. Er erinnert sich an ein Zitat eines Schülergroßvaters, der Raum käme mit dem Charme eines Lagerhauses daher.

Sprayer orientiert sich an den Farben des Schullogos

Das sollte sich nun ändern. Aus diesem Grund nahm die Schule Kontakt mit einem Künstler auf, der sich sofort für die Idee begeistern konnte: Vincent Zehetmeier aus Isen. Der 23-Jährige ist als Künstler, Sprayer und Fassadengestalter tätig.

Eine erste Ideensammlung fand während der Präsenzphase im vergangenen Schuljahr statt. Die Viertklässler brachten Vorschläge ein, fertigten im Kunstunterricht Bilder in der Art von Graffiti an. „Geplant war, dass der Künstler sich an ausgewählten Arbeiten der Kinder bei seinem Werk orientieren und auch später einen Graffiti-Workshop für unsere Kinder in der Offenen Ganztagsschule OGTS zur gemeinsamen Gestaltung anbieten wollte“, so Emrich. Doch dann kam Corona. Das hieß: keine Kinder, kein Kunstunterricht. Also hat Zehetmeier seine Arbeit alleine vollendet. Farblich orientierte er sich dabei am Schullogo. Entstanden ist ein abstraktes Bild, das einem schon beim Betreten der Schule strahlend ins Auge springt und auch bei den Kindern Begeisterung auslöste, wie Emrich sagt.  

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