+
Gerechtfertigt hat Bürgermeister Heinz Grundner vor Parteifreunden die Grundstückspolitik der Stadt.

CSU Tegernbach

Kritik an Grundstückspolitik der Stadt

Die Stadt Dorfen mischt beim Verkauf von Baugrundstücken auf dem freien Wohnungsmarkt mit. Beim Treffen der CSU-Ortsgruppe Tegernbach hat Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner vor Parteifreunden diese Grundstückspolitik gerechtfertigt.

Grüntegernbach – In Grüntegernbach wurde kürzlich der Bebauungsplan „Grüntegernbach Ost“ für das Areal am Ortsrand als Satzung beschlossen. Damit besteht Baurecht für insgesamt 34 neue Bauparzellen in privater (21) und städtischer Hand (13), sagte Grundner. Es entstünden zwölf Einfamilienhäuser und 22 Doppelhaushälften. Vier Grundstücke seien am Kirchenweg vergeben.

Nicht unkritisch wurde gesehen, dass auch die Stadt auf dem freien Markt teilweise Baugrundstücke verkaufe und so mit zum Preiswahnsinn für Dorfen von Quadratmeterpreisen von inzwischen über 500 Euro beitrage. Die Stadt sei im Areal „Grüntegernbach Ost“ in Besitz von sieben Baugrundstücken, die sich im Bereich des früheren Weihers am Friedhof befinden, sagte der Bürgermeister. Bei neuen Baugebieten erwerbe die Stadt von den Eigentümern jeweils 30 Prozent der Fläche zum Preis „von Bauerwartungsland“. So könne man im Rahmen des Einheimischen Modells für weniger Verdienende in Grüntegernbach weitere sechs Parzellen vergeben. Der Stadtchef sagte, es gebe zu wenig erschwingliche Grundstücke, die Kommune sei „immer auf die Grundstückseigentümer angewiesen“. Wenn Eigentümer nicht mehr Grund für den sozialen Eigenheimbau zur Verfügung stellen wollen, seien Grundner „30 Prozent der Fläche lieber als nix“.

Zum Grundstücksverkauf erklärte der Bürgermeister, dass etwa im Baugebiet „An der Mühlleite“ städtische Parzellen im Amtsblatt mit einem festgelegten Mindestgebot ausgeschrieben wurden. Details dürfe er nicht nennen, aber die Öffnung der Bewerbungen sei jetzt erfolgt. Den Zuschlag erhalte jeweils der Meistbietende, aber jeweils nur ein Grundstück. Gewerbliche Interessenten seien ausgeschlossen. In vier Jahren müsse gebaut sein und die Immobilie mindestens zehn Jahre selber genützt werden, so die Modalitäten. Als Grundstückspreise in Grüntegernbach wurden rund 300 Euro genannt. Grundner sagte dazu, der Quadratmeterpreis für das Einheimischen-Modell „An der Mühlleite“ habe 250 Euro betragen, plus Erschließungskosten zwischen 40 und 80 Euro. Ob die Stadt tatsächlich auch in Grüntegernbach auf dem freien Markt tätig werde, sei noch nicht entschieden. Das habe der Stadtrat zu beschließen. Grundner betonte aber, die Stadt trete bei den Grundstücksgeschäften „nicht als Preistreiber auf“. Eigene Parzellen würden zu „angemessenen Preisen weit unter dem Marktwert angeboten“.

Wer Geld hat, könne sich trotzdem „ein Grundstück aussuchen“, wurde gekontert und vorgeschlagen, das höchste Gebot auf ein Grundstück zu verwerfen. Rupert Kurz mahnte, eine Alternative wäre die Vermarktung durch Bauträger. „Dann haben wir ganz andere Preise.“

Hermann Weingartner

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Gemeinsamer Mittagstisch für Senioren
Mittagessen als Gemeinschaftserlebnis: Für ältere, alleinstehende Menschen ist das oft sehr wichtig. Im Mehrgenerationenhaus (MGH) Taufkirchen wird ein …
Gemeinsamer Mittagstisch für Senioren
Plaudernde Politiker, faszinierendes Feuerwerk
Restlos begeistert war Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner am Mittwochabend beim Kommunalpolitikertreff auf dem 141. Dorfener Volksfest.
Plaudernde Politiker, faszinierendes Feuerwerk
Radfahrerin stürzt auf Fahrbahn
Auf dem Übergang von der Straße auf den Radweg vor dem Amtsgericht ist am Donnerstagabend eine Radlerin gestürzt.
Radfahrerin stürzt auf Fahrbahn
Drei Burschen rauchen Joints
Drei junge Burschen sind am Donnerstagabend beim Drogenkonsum im Erdinger Stadtpark erwischt worden. Sie waren nicht die einzigen, die der Polizei Arbeit bescherten.
Drei Burschen rauchen Joints

Kommentare