Gastredner Landrat Martin Bayerstorfer informierte die Frauen-Union über neue kommunalpolitische Strategien. Foto: Brennauer

FRAUEN UNION

Krzizok: Wir stehen insgesamt gut da

Dorfen – Das Interesse an der Arbeit der Frauen Union (FU) nimmt zu. Dies hat Kreisvorsitzende Janine Krzizok bei der Delegiertenversammlung in Dorfen berichtet.

So sei die Mitgliederzahl seit drei Jahren auf 167 gestiegen. Für die gute Zuwachsrate habe zuletzt vor allem der jüngste Ortsverein Finsing mit 16 Neumitgliedern beigetragen.

Krzizok informierte, dass man in Kürze mit der Neugründung einer Ortsgruppe in Moosinning rechnen darf. Die FU habe gute Argumente und stehe „insgesamt gut da“, konstatierte die Kreisvorsitzende. Es gelte vor allem auch, die Basis der FU weiterhin zu stärken. Krzizok berichtete, dass mit guter Resonanz einige interessante Themenabende veranstaltet wurden. So habe eine Veranstaltung mit der AOK über die aktuelle Entwicklung in der Gesundheitspolitik viele gute Erkenntnisse zum Dauerthema Gesundheit gebracht. Hochinteressant nannte die Kreisvorsitzende auch die Veranstaltung mit der Bundestagsabgeordneten Silke Launert aus Hof. Die Referentin habe zur Außen- und Asylpolitik gesprochen und dabei „kein Blatt vor dem Mund“ genommen. „Anschließend wurden wir deshalb in einer Anzeigenpublikations-Presse in die rechte Ecke gerückt, was uns absolut fern liegt“, unterstrich die Kreisvorsitzende.

Als Gastgeberin dankte die Dorfener Stadträtin Barbara Lanzinger, eine der Stellvertreterinnen der Vorsitzenden, Krzizok für die geleistete Arbeit: „Janine, du machst das super.“

Als Gastredner sprach der CSU-Kreisvorsitzende, Landrat Martin Bayerstorfer die Wohnraumproblematik an. Er informierte in dem Zusammenhang über neue Initiativen des Landkreises. Die Grundstückspreise würden es Familien mit Durchschnittseinkommen kaum noch ermöglichen, zu einem Eigenheim zu kommen. Die Gemeinden sollten daher Grundstücke erwerben, die der Landkreis dann über die eigene Wohnbaugesellschaft in Form von Erbbaurecht an junge Familien ohne Gewinn abgebe. Damit fielen für die Bauwilligen die Grundstückskosten weg. Deutschland weise die geringste Eigentumsquote in Europa aus. Über 60 Prozent der Bevölkerung wohne in Mietwohnungen, betonte Bayerstorfer.

„Für die dringend anstehenden Infrastrukturprojekte wie beispielsweise die Nordumgehung haben wir einen großen Etat für den Ankauf von Flächen vorgesehen. Landwirte, die Grundstücke abgeben, werden auf Wunsch mit Ausgleichsflächen abgefunden“, betonte der Landkreischef. Er sprach von einem „atemberaubenden Zuwachs“ der Steuerkraft im Landkreis, die in den letzten vier Jahren 50 Prozent betragen habe.

In seinem über einstündigen Stegreif-Referat ging Bayerstorfer auch auf die Flüchtlingspolitik ein. „Menschen, die in ihrem Land von Krieg und Verfolgung flüchten müssen, denen muss geholfen werden. Es kann aber nicht der Sinn sein, das junge Arbeitskräfte zu uns flüchten und dann Gelder an die zurückgebliebenen Familien transferieren. Anscheinend sind die zu Hause Gebliebenen nicht verfolgt“, sagte Bayerstorfer. „Ich wehre mich auch dagegen, dass beispielsweise Flüchtlinge aus Afghanistan Asyl bei uns suchen, während unsere Soldaten Sicherheitszonen in ihren Ländern aufbauen.“ Bayerstorfer verwies darauf, dass die 1400 Flüchtlinge im Landkreis mit Unterstützung der Gemeinden dezentral und nicht in Turnhallen untergebracht seien. Zum Kommunal-Pass sagte der Landrat, die Entscheidung dafür sei auch aus Kostengründen gefallen. Persönliche Angriffe gegen ihn durch einige Helfer bezeichnete Bayerstorfer als „unverschämt“. 

Georg Brennauer

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