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Zum ersten Mal veranstaltete der Kirchenchor Dorfen das Weihnachtskonzert gemeinsam mit der Musikkapelle Schwindegg. 

Kultur im Landkreis

Imposante und meditative Klänge

Ein festliches Musikprogramm brachten der Kirchenchor und die Schwindegger Blaskapelle gemeinsam in der Dorfener Kirche zur Aufführung. Das Publikum kam in Scharen und zeigte sich begeistert.

Dorfen – Nicht nur der Altarraum quoll über vor Sängern und Musikern, auch das Kirchenschiff war restlos besetzt, viele Zuhörer des Kirchenchor-Konzertes in Dorfen mussten sich mit Stehplätzen begnügen. Mit einer gewaltigen Akustik beeindruckten circa 60 Sänger unter der Leitung von Ernst Bartmann und 40 Mitglieder der Musikkapelle Schwindegg, dirigiert von Josef Hanslmaier, mit einem beeindruckenden einstündigen Programm.

Mit einer imposanten Instrumentalversion von „Tochter Zion, freue dich“ erzeugten die Schwindegger Musiker vom ersten Takt an eine festliche Stimmung. Die folgende „Missa Solemnis“ („Feierliche Messe“) stammt aus der Feder des französischen Orchesterwerks- und Filmmusikkomponisten Serge Lancen und war der ursprüngliche Grund für die Kooperation von Kirchenchor und Schwindegger Musikkapelle. 1986 komponiert, widmete Lancen diese dem damaligen Papst Johannes Paul II. Mehrere Teile daraus wurden ins Programm aufgenommen. Einem instrumentalen „Introitus“, das das hymnische Hauptthema vorstellte, folgte ein gewaltiges „Gloria“ mit Pauken- und Beckenschlägen. Der Text ist dem Lukasevangelium entnommen.

Meditativ mit Harfenklängen spielte die Musikkapelle das „Offertorium“. Das „Sanctus“, „Pater Noster“ und das „Alleluja“ wurden wieder mit den Sängern vereint dargeboten. In gesanglichen Soloteilen brillierten Petra Bartmann (Sopran) und Martin Ulrich (Bariton).

Dabei war es laut Kapellenleiter Hanslmaier trotz monatelanger Anlaufzeit eine Herausforderung, gemeinsame Proben zustande zu bringen. Nach einer Generalprobe folgte schon die erste Aufführung Mitte Dezember in der Pfarrkirche Obertaufkirchen, für das Konzert in Dorfen gab es lediglich eine kurze Stellprobe.

Mit Zitaten aus dem Buch Jesaja und aus einem Brief des Apostels Paulus leitete Hanslmaier in einen abwechslungsreichen zweiten Teil über. In kleiner Holzbesetzung wurden ein Pastorell – ein so genanntes Hirtenstück – und in kleiner Blechbesetzung ein „Freudentanz“ gespielt. Beide bringen die Freude über die Geburt des Messias zum Ausdruck, so Hanslmaier.

Als Schlusslied interpretierten Chor und Musikkapelle das über 400 Jahre alte „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Philipp Nicolai. Mit minutenlangem Applaus würdigten die Zuhörer die gelungene Kooperation der Musiker.

von Fabian Holzner

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