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Der Clou: Stadtwerke-Geschäftsführer Karl-Heinz Figl will hetzt ungenützte Fördermittel für die Erschließung der „weißen Flecken“ beantragen.

Schnelles Internet

100 Kunden auf Stadtwerke-Datenautobahn

Dorfen - Feierlaune bei den Stadtwerken Dorfen: Geschäftsführer Karl-Heinz Figl hat den Start der Breitbandversorgung durch die neue Unternehmenssparte „Glasfaser“ vermeldet.

Ende Januar 2015 hat der Stadtrat dem 100-prozentigen Tochterunternehmen der Stadt den Auftrag für die Planung und Realisierung des Breitbandausbaus in Stadt und Landgebiet zur Versorgung mit schnellem Internet erteilt. Jetzt sei man als neues Telekommunikationsunternehmen offiziell mit der Inbetriebnahme der ersten Breitbandanschlüsse „erfolgreich gestartet“ und habe bereits über 100 Kunden, berichtete Figl bei einem Pressegespräch. Er sehe die Breitbandversorgung als „digitale Daseinsfürsorge“, die „einen enormen Standortvorteil“ bedeute. Der sei von den Dorfener Stadtwerken auf den Weg gebracht worden. Anders als andere große Unternehmen könne man den Kunden über drei Wege schnelles Internet bis zu 150 Mbit/s anbieten.

Figl ist sich sicher, ohne den Wettbewerb durch die neue, erst ein Jahr alte Konkurrenz Stadtwerke wäre beim Breitbandausbau in Dorfen und Umland „nichts passiert“. Die marktbeherrschende Telekom habe „den Heimatmarkt“ sträflich vernachlässigt. Im ersten Ausbauschritt seien 40 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt worden, sagte Figl. Damit habe man ein Kundenpotential von zirka 5000 Haushalten, die auf schnelles Internet umsteigen könnten. Im Stadtbereich stünden nun 75 Prozent aller Haushalte ein Breitbandangebot jenseits der 50 Mbit/s zur Verfügung. Auch in den größeren, von den Stadtwerken erschlossenen Außenbereichen könnten die Nutzer von bisher meist nur ein bis drei Mbit/s jetzt 30 bis 100 Mal so schnell im Internet surfen.

Der „Clou“ der Stadtwerke sei gewesen, zunächst auf staatliche Fördergelder zu verzichten und den eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau in der ersten Ausbauphase voranzutreiben, erklärt Figl. Das habe man durch den entstandenen Wettbewerb zwischen Stadtwerken und Telekom erreicht. Für die Erschließung der übrig gebliebenen „weißen Flecken“ in den unterversorgten Außenbereichen könne man in Dorfen nun die staatliche Förderung des Freistaates bis zu 950 000 Euro einsetzen. Und zusätzlich fördere seit November 2015 das Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur 50 bis 70 Prozent zuwendungsfähiger Kosten den technologieneutralen Netzausbau mit über 50 Mbit/s in unterversorgten Gebieten.

Hermann Weingartner

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