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Sie sind das Lighthouse Kollektiv (hinten, v. l.): Tobi, Jannis (Deepsteasy), Crazy Steve, Mori und Vinc sowie (vorne, v. l.) Fink und Flo.

Lighthouse Kollektiv

Kunst, Party, Musik und Film

Wände besprühen, laute Musik, Grillparty mit Freunden – diesen Traum vieler Jugendlicher realisiert das Lighthouse Kollektiv in Dorfen. Das Team um die Gründer Vinc, Flo und Mori bietet jungen Künstlern aus der Region ein Forum.

Dorfen Gegründet wurde das Lighthouse Kollektiv im Jahr 2016 mit dem Ziel, „junge Künstler aus der Region zusammenzubringen. Wir wollen gemeinsame Projekte mit Kunst, Film und Musik auf die Beine stellen“ erklärt der 19-jährige Mori, der im richtigen Leben Moritz Michl heißt. Als Glücksfall für die Gruppe erwies sich ein abbruchreifes Haus, das ihnen vom Eigentümer bis zum Abriss überlassen wird. Mit viel Eigenleistung haben die jungen Burschen nun Haus und Garten für ihre Zwecke hergerichtet. Gefeiert wurde dies mit einer Musik & Graffiti-Party.

Mori hält die Veranstaltungen in einem „After-Movie“ fest, außerdem legt er zusammen mit Flo als DJ „ohne Zusätze“ auf. Mitbegründer Vinc alias Vincent Klöffer aus Isen betont: „Wir halten die Kosten für die Partys möglichst gering, dafür bringen sich alle mit viel Eigeneinsatz ein.“ Für Essen und Trinken wird von den Besuchern kaum mehr als der Selbstkostenpreis verlangt.

Künstlerisch hat sich der 20-jährige Vinc dem Dot-Art-Painting verschrieben, einer Kunstart, bei der die Bilder durch eng nebeneinandergesetzte Punkte entstehen. Im Partyhaus wurde für seine Bilder ein verdunkelter Raum eingerichtet, in dem die Bilder mit Schwarzlicht beleuchtet werden.

Florian Bernhard, genannt Flo, heißt der dritte der Kollektiv-Gründer. Der 19-Jährige aus Innerbittlbach ist hauptsächlich für Musik und Technik zuständig.

Musikalische Unterstützung erhält die Gruppe durch den Label-Steff (auch Crazy Steve oder Stefan Bauer genannt). Dieser hat „Crazy Records“, ein Musiklabel aus Dorfen, begründet und spielt auch selbst mit seiner Punk-Band „Skirt-Chaser“ bei den Aktionen. Auch Deepsteasy und Jeus & John sowie der 21-jährige Rapper Konfusius sind musikalisch aktiv im Kollektiv dabei.

Verstärkung aus der Graffiti-Szene kam von Fink, der mit richtigem Namen Vincent Zehetmeier heißt. Als „Store 1“ hat der 19-jährige Isener erst kürzlich den Toilettenwagen der Volksspielgruppe Altenerding verziert. Im Partyhaus kann er sich zusammen mit dem Sprayer-Kollegen Tobi an den Wänden austoben. Dass sich die Künstler gegenseitig weiterbringen, sieht man an den Wänden im Darkroom. „Ich habe hier zum ersten Mal auch gesprayt“, freut sich Punktemaler Vinc. „Der Fink hat mir gezeigt, wie das geht.“ Und die Lighthouse-Künstler betonen: „Wir sind immer offen für neue Leute.“

Wie geht es beruflich für die Burschen weiter? DotArt-Maler Vinc macht sein Faible für die Punkte zum Beruf und besucht derzeit eine Tattoo-Schule in Berlin. Techniker Flo hat gerade sein Fachabitur gemacht und wird ein Studium der Elektro- und Informationstechnik in München starten. Filmer Mori hat sich für den Bundesfreiwilligendienst entschieden und verstärkt ab September als „Bufdi“ das Kinder-und Jugendhaus in Dorfen. Der frischgebackene Fachabiturient und Sprayer Fink begibt sich auf eine längere Asienreise. Im Oktober startet er ein Studium der Erziehungs- und Bildungswissenschaften in Frankfurt.

Infos gibt es unter www. lighthousekollektiv.com.

Peter Gebel

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