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Landesgartenschau: Dorfen will punkten

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Auch die Flächen von Freibad und Sportplätzen sollen für die Landesgartenschau zur Verfügung stehen. Auf dieser Grundlage soll ein Konzept entstehen. Ob sich die Stadt wirklich bewirbt, ist noch nicht klar.

Dorfen – Weiterer Schritt in Richtung Landesgartenschau: Der Stadtrat hat die Auftragsvergabe zur Entwicklung einer Konzeption für die Bewerbung beschlossen. Ein endgültiger Beschluss für oder gegen eine Bewerbung soll in einer Sondersitzung Ende des Monats fallen.

Seit Anfang des Jahres wird bereits darüber diskutiert, ob sich Dorfen für die Ausrichtung der Landesgartenschau (LGS) in den Jahren 2024 bis 2026 bewerben soll. Eine erste Hürde hat die Stadt bereits genommen: Bei einer Vorentscheidung im Fachausschuss der Bayerischen Landesgartenschau GmbH ist Dorfen weitergekommen und würde damit bei einer offiziellen Bewerbung in der Endauswahl stehen. Als Flächen für die LGS sind die Areale Krautäcker und Hochwasserbecken Süd sowie Freibad und Sportplätze vorgesehen.

Bürgermeister Heinz Grunder (CSU) wies am Mittwoch im Stadtrat nochmals auf die seiner und nach Meinung von Fachleuten großen Vorteile für die Stadt hin, die eine Landesgartenschau haben würde. „Für Dorfen bringt das eine massive Attraktivitätssteigerung in der Außenwirkung. Aber auch Bürger, Hotellerie und Gaststätten sowie Handel profitieren von einer solchen Veranstaltung.“ Selbst wenn Dorfen nicht den Zuschlag bekäme, würden durch die Planungen nur Vorteile entstehen, so Grundner.

Barbara Lanzinger (CSU) berichtete von ihrem Besuch bei der Landesgartenschau in Würzburg. Was da alles entstanden sei, „ist absolut genial“, meinte sie. Gespräche mit Bürgern und Gewerbetreibenden hätten nur positive Resonanz gebracht. Dorette Sprengel (Grüne) befürchtete, die Stadt könne sich mit den anstehenden Millioneninvestitionen finanziell übernehmen. Finanzverwaltungsleiterin Maria Bauer glaubt dies nicht. Berechnungen hätten ergeben, dass Dorfen maximal 600 000 Euro stemmen müsste.

Auf Anregung von Josef Wagenlechner (Landlisten) stellte Heiner Müller-Ermann (SPD) schließlich den Antrag, dass die zu erstellende Konzeption maßgebliche Inhalte der von Umweltreferent Gerald Forstmaier gemachten Vorschläge beinhalten müsse.

Als zentralen Bereich sieht Forstmaier in seinem Konzept auch das durch die Absiedelung frei werdende Areal von Freibad und Sportflächen vor. Darüber hinaus soll die LGS durch mehrere Event-Bereiche erweitert werden, die sich den Besuchern auf einem Rundweg erschließen. Dieser führt unter anderem vom Zentralbereich durch die historische Innenstadt in den Stadtpark. Dort vorbei an den historischen Krautäckern zum Hochwasserrückhaltebecken bis zum künftigen Sportzentrum der Stadt.

Der Stadtrat stimmte dem Antrag von Müller-Ermann gegen die Stimmen von Ursula Frank-Mayer (Grüne) und Martin Heilmeier (Landlisten) zu. Stadtplanerin Martina Schneider wird das Konzept für die Bewerbung erstellen. In einer Sondersitzung Ende des Monats soll die Entscheidung fallen, ob sich die Stadt um die Ausrichtung der Landesgartenschau bewirbt.

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