Signalstörung: Verzögerungen auf der Stammstrecke

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Redakteur Anton Renner

(BE)MERKENSWERTES DER WOCHE

Landesgartenschau in Dorfen – vermutlich nicht mehr als eine Fata Morgana

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Dorfen liebäugelt damit, Veranstaltungsort für die Landesgartenschau zu werden. Das sollte nicht von vornherein als „Spinnerei“ abgetan werden, meint Redakteur Anton Renner in seinem Wochenkommentar.

„Spinnen’s jetzt ganz in Dorfen?“ – Das ist sicher eine von vielen Reaktionen darauf, dass die Stadt womöglich Veranstaltungsort einer Landesgartenschau werden will/soll. Als wenn Dorfen keine anderen Probleme hätte. Ja sicher: Probleme gibt es genug. Aber nur wenig Chancen, die Stadt nach vorne zu bringen! Eine dieser Chancen, sogar eine sehr große, wäre eben eine Landesgartenschau in Dorfen. Die Stadt hätte dadurch nicht nur einen enormen Imagegewinn, sondern würde durch ganz konkrete Maßnahmen auch nachhaltig davon profitieren. Wie das Beispiel Erding zeigt, sogar, wenn es mit der Bewerbung nicht klappt.

Eine Landesgartenschau ist mehr als nur eine „Blümchenschau“. Mit gut durchdachten Konzepten können beispielsweise dauerhafte Grün- und Erholungsanlagen für die Bürger geschaffen werden. Eine Landesgartenschau verbessert die Infrastruktur in der gesamten Stadt, sie stärkt die lokale Wirtschaft und schafft stadtnahe, innerstädtische Erholungsräume. Der Freistaat Bayern fördert diese Maßnahmen aktuell mit bis zu 3,6 Millionen Euro, ab 2022 sollen dies sogar bis zu fünf Millionen Euro werden.

Doch seien wir realistisch. Eine Landesgartenschau in Dorfen wird eine Fata Morgana bleiben. Vermutlich wird eine Bewerbung schon im Stadtrat abgeschmettert. Sollte das Gremium im Anflug einer göttlichen Eingebung doch zustimmen, gibt es genug Leute, die einen Aufschwung Dorfens verhindern werden. Es ist wie ein böses Omen: Dorfen, das geliebte Nest.

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