Großbrand in der Gemeinde Dorfen: Ein Stall stand in Flammen.
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Landwirtschaftliches Anwesen in Flammen

Großbrand: Scheune in Flammen - 60 Rinder in Gefahr 

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60 Rinder konnten gerade noch in Sicherheit gebracht werden. Der Schaden beträgt rund 150 000 Euro.

Dorfen - Es war am Mittwoch gegen 19.15 Uhr als der Landwirt eines Vierseithofs in Graß bei Dorfen bemerkte, dass seine Scheune in Flammen stand. Sofort wählte er den Notruf. Die Integrierte Leitstelle Erding alarmierte zahlreiche Feuerwehren aus der gesamten Umgebung. Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Ingolstadt berichtet, dass der Landwirt gerade dabei war, seine Tiere zu füttern, als er im Heu Glutnester entdeckte. „Er hat das Heu auseinander gezogen. Dabei zündete die Glut durch. Der Vollbrand entwickelte sich rasend schnell.“ 

„Die Flamen schlugen bereits aus dem Dach“

Als einer der ersten vor Ort war der Dorfener Vize-Kommandant Tobias Brandl. „Als wir vorgefahren sind, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach.“ Die Lage sei kompliziert gewesen, denn im Erdgeschoss befanden sich etwa 60 Kühe. Darüber waren viele Kubikmeter Heu und Stroh eingelagert. „Es ist zum Glück gelungen, das gesamte Vieh nach draußen und damit in Sicherheit zu bringen“, berichtet Brandl unserer Zeitung.  Nach Angaben Kammerers gab es auch keine verletzten Menschen. 

Danach galt das Augenmerk der rund 120 Einsatzkräfte dem angrenzenden Wohnhaus und anderen Gebäuden des Vierseithofs. „Das ist uns zum Glück gelungen“, freut sich der stellvertretende Kommandant. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass Stall und Scheune nicht zu retten waren.

Löscharbeiten zogen sich bis 5 Uhr morgens hin

Gegen Mitternacht war das Feuer laut Brandl  unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis 5 Uhr morgens. Danach wurde eine Brandwache eingesetzt. Mit einem Bagger wurden Heu und Stroh ins Freie gebracht, wo sie mehrere Stunden lang verteilt und noch einmal intensiv abgelöscht wurden. 

Herausforderung des Einsatzes war, ausreichend Atemschutzgeräte zur Verfügung zuhaben. Deswegen rückte laut Brandl auch die Flughafenfeuerwehr an. Zudem waren im Einsatz die Feuerwehren Dorfen, Zeilhofen, Kirchasch, Taufkirchen, Westach, Erding, Altenerding, Isen, Hofkirchen und Eschlbach, die Kreisbrandinspektion sowie der Katastrophenschutz des Landkreises. 

Auch das Bayerische Rote Kreuz war stark vertreten, unter anderem mit einem Rettungswagen zur Absicherung.  Die Schnelleinsatzgruppen der Sanitätsbereitschaften aus Dorfen, Erding und Isen kümmerten sich nach den Worten von BRK-Pressesprecherin Danuta Pfanzelt um die Verpflegung der Einsatzkräfte. Sie wurden mit heißen und kalten Getränken sowie mit warmem Essen versorgt.

Kripo Erding untersucht die Ruine

Zur Ursache wollte sich Kammerer noch nicht äußern. Brandfahnder der Kripo Erding werden die Ruine im Lauf des Vormittags aufsuchen. Möglich erscheinen Selbstentzündung oder ein technischer Defekt. 

Der Brand von Graß weckt Erinnerungen an das Großfeuer auf dem Gersthof am 2. Januar in Altenerding. Auch dort war eine Scheune voller Stroh in Flammen aufgegangen. Der Einsatz zog sich über 16 Stunden.

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