Mit Tempo 100 dürfen hier Autos fahren: Gefährlich für Radlerinnen wie Bärbel Kauschinger. Vor allem für Familien müsste hier etwas geändert werden, fordert sie.
+
Mit Tempo 100 dürfen hier Autos fahren: Gefährlich für Radlerinnen wie Bärbel Kauschinger. Vor allem für Familien müsste hier etwas geändert werden, fordert sie.

Geh- und Radweg

„Lebensgefährlich“: Radfahren zwischen Zeilhofen und Oberdorfen

  • vonTimo Aichele
    schließen

Bärbel Kauschinger aus Unterseebach fordert einen sicheren Radweg nach Oberdorfen, vor allem für jungen Familien. 2015 hat sie einen Antrag gestellt - und hat seitdem nichts gehört.

Dorfen – „Äußerst gefährlich, ja lebensgefährlich“ ist die Straße zwischen Unterseebach und Oberdorfen für Radler. Das schrieb Bärbel Kauschinger schon 2015 an Bürgermeister Heinz Grundner. Adressiert an den CSU-Ortsverband und Grundner als Vorsitzenden formulierte die Unterseebacherin den Antrag, den Rad- und Fußweg von Zeilhofen über Unterseebach bis zum Kindergarten in Oberdorfen auszubauen. Grundner möge dieses Anliegen doch in den Stadtrat einbringen, schrieb Kauschinger 2015. „Geschehen ist nichts“, klagt die 68-Jährige nun.

„Man darf ja vom Oberdorfener Ortsschild bis Unterseebach 100 fahren“, klagt Kauschinger , die dabei vor allem an Kinder wie die ihres Neffen denkt. In die neue Siedlung in Zeilhofen seien junge Familien gezogen, die den Kindergarten in Oberdorfen nutzen. Diesen Weg wolle man doch auch mal in Sicherheit mit dem Fahrrad zurücklegen, meint die 68-Jährige. Auch sie selbst und andere Erwachsene würden einen solchen Radweg gerne nutzen, ist Kauschinger überzeugt. Für vieles gebe es Geld, aber für eine derart dringende Investition in die Verkehrssicherheit nicht.

Dabei seien an der Straße erst vor kurzem Grundstücke verkauft worden. Da hätte sich die Stadt dafür einsetzen müssen, dass diese Flächen für einen Geh- und Radweg zur Verfügung stehen, ist die frühere Unternehmerin überzeugt.

Ihm sei das Problem bewusst, erklärt Grundner auf Nachfrage. „Bei den Grundstücksverhandlungen sind wir an dieser Stelle aber nicht weitergekommen“, berichtet der Bürgermeister Ein Vorkaufsrecht der Stadt für Zwecke des Radwegebaus gebe es nicht. Mittlerweile sei die Stadt Dorfen ja Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Bayern (AGFK). Auch im Zuge dessen werde sich die Stadt dieses Themas weiter annehmen. Nötig seien aber Planungen für das gesamte Stadtgebiet: das schon mehrfach diskutierte Mobilitätskonzept. „Das Konzept wird jetzt ausgeschrieben“, berichtet Dorfens Bürgermeister.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare