Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet

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Blickten auf Erfolge im vergangenen Jahr zurück und stellten neue Ideen vor (v. l.): Andrea Steinmetz, Mitglied des geschäftsführenden Ausschusses, Karin Brielmair (Stellvertretende Vorsitzende), Walter Müller (Vorsitzender) und Hans Otto Seitscheck (Geschäftsführer). 

Katholisches Bildungswerk Erding

Lebensrealität ist nicht mehr nur traditionelle Familie

„Die traditionelle katholische Familie ist nicht mehr das allein selig machende.“ Das ist die Haltung der Vorsitzenden des Zentrums der Familie (ZdF), Karin Brielmair.

Dorfen – In ihrem Jahresbericht bei der Mitgliederversammlung des Katholischen Bildungswerks Erding in Dorfen forderte Brielmair, man müsse an die Lebensrealität der Eltern anknüpfen. Für Brielmair bedeutet das, sich für abweichende Familienmodelle wie Patchworkfamilien oder Alleinerziehende zu öffnen. Dafür soll regelmäßig ein Elterncafé veranstaltet werden.

Und auch was Präsenz und Werbung betrifft, geht das Katholische Bildungswerk (KBW) mit der Zeit. Die Internetseiten für ZdF und KBW wurden aktualisiert und sollen Smartphone-tauglich gemacht werden. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein Facebook-Auftritt geschaffen, berichtete der Vorsitzende des KBW, Walter Müller, in seinem Bericht. Mit Blick auf das laufende Programm-Jahr setzte Brielmair die im Pfarrheim Dorfen versammelten Mitglieder davon in Kenntnis, dass die ZdF-Räumlichkeiten im DLRG-Gebäude in Taufkirchen von der Gemeinde anderweitig genutzt werden sollen. „Wir werden aber nicht auf die Straße gesetzt“, fügte der neue Geschäftsführer Hans Otto Seitscheck hinzu. Wahrscheinlich ist eine zumindest vorübergehende Unterbringung im Wasserschloss, so der Theologe. Seitscheck hat sein Amt seit September 2016 inne, sein Vorgänger Albert Schuster erkrankte Ende 2015 schwer und musste die Führung abgeben.

In kurzen Vorträgen stellten die Bildungsreferenten des KBW ihre Arbeit und Pläne vor. Nikolaus Hintermaier will neben der Erfolgsveranstaltung Bibel im Café die Reihe „Biblisch genießen“, mit Kochrezepten aus biblischen Zeiten, an zunächst vier Abenden anbieten. Im Bereich Familienbildung steht ein Personalwechsel bevor. Irmgard Salvador wird künftig die Aufgaben von Gabriele Mutzbauer, die in den Ruhestand tritt, übernehmen. Sie wird EFI, das Elternfrühstück mit Input mit aktuellen Themen wie Hochsensibilität bei Kindern fortführen. Daneben leitet sie auch den Bereich Gesundheit, beispielsweise finden Vorträge zur Ernährung im Alter oder der Umgang mit chronischen Schmerzen statt.

Auch das Eltern-Kind-Programm ist ein Erfolgskonzept des KBW. Barbara Grüneberg berichtete von 60 Gruppen mit je acht bis zehn Familien. Das Angebot richtet sich an Eltern mit Kindern bis ins Kindergartenalter. In den zweistündigen Treffen soll die Eltern-Kind-Bindung gestärkt werden. Ein Nebeneffekt ist der Kontakt und Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern. Für die Seniorenbildung sowie Kunst und Kultur ist Carina Dollberger verantwortlich. Ein Erzählcafé mit Erinnerungen von Zeitzeugen, Internet-Kurse oder barrierefreie Kräuterwanderungen werden von ihr organisiert. Abschließend bedankte sich Hans Otto Seitscheck noch mit Rosen für die Arbeit der Bildungsreferenten. Fabian Holzner

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