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Ein Herz für Bienen (v. l.): Simon Oberhofer, Herbert Schwarzer, Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz, Roman Rackl, Ingmar Kummrow, Martin Glas und Monika Häusler.

Imkerkreisverband Erding

Der Lenz war da

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Besuch vom Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz hatten die Imker der Belegstelle Sauschütt im Ebersberger Forst bekommen. Die Begattungsstation für Bienenköniginnen wird vom Imkerkreisverband Erding betrieben und ist seit 1954 staatlich geschützt.

Landkreis – Lenz zeigte sich überrascht, was hier vom Belegstellenteam geleistet wird. Beim Öffnen eines Volkes konnte er sich von der Sanftmut der Völker überzeugen. Im Anschluss folgte ein Austausch, an dem Vertreter der Imkervereine der Landkreise Ebersberg und Erding beteiligt waren, unter anderem die Kreisvorsitzenden. Die Imker brachten dem Abgeordneten ihre Anliegen näher. Dazu gehört vor allem, dass die für Bienen gefährlichen Neonicotinoide, die die Orientierung der Bienen beeinträchtigen, verboten bleiben.

Ein anderes ebenso wichtiges Thema war der Mangel an Nahrung in bestimmten Zeiten. Honigbienen ebenso wie Wildbienen und Hummeln benötigen abwechslungsreiche Nahrung, wie sie blühende Wiesen oder Ackerkräuter bieten. Hier wäre mehr Vielfalt dringend erforderlich, erklärten die Imker.

Die Förderung der Landwirtschaft solle sich deutlich stärker am ökologischen Nutzen einer Maßnahme orientieren, und die Imker sollten rechtzeitig in die Planung mit einbezogen werden. Lenz sagte zu, sich für die Belange der Bienenzüchter einzusetzen und versprach, in Kontakt zu bleiben.

Bienen sind wertvolle Bestäuber und reagieren sensibel auf Schadstoffe. Durch die Bestäubung entsteht ein vielfacher Wert des produzierten Honigs. Laut einer Erhebung aus dem Jahr 2015 wird davon ausgegangen, dass ihr ökonomischer Nutzen global mit 265 Milliarden Euro zu bewerten ist. Ihr volkswirtschaftlicher Nutzen in Deutschland wird mit drei Milliarden Euro beziffert.

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