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Haben ihren Laden für immer zugesperrt: Otto Robitschko mit seiner Tochter Renate Robitschko-Maier.

Wirtschaft im Landkreis

Licht aus: Elektro Robitschko schließt nach 45 Jahren

45 Jahre hindurch war der Elektro-Fachbetrieb von Otto Robitschko in Dorfen ein zuverlässiger Partner für Installationen, vorwiegend im Privathausbereich, sowie im Handel von Elektro-Haushaltsgeräten und den damit verbundenen Kundendienstleistungen.

Dorfen – Zum 30. September hat Otto Robitschko den Betrieb am Bahnweg aus Altersgründen aufgelöst und die Immobilie am Bahnweg verkauft.

Der Elektromeister hat das Handwerk von der Pike auf bei den Stadtwerken (früher EW Dorfen) erlernt. Nach ein paar Gesellenjahren im gemeindlichen Energiebetrieb absolvierte Robitschko 1970 erfolgreich die Meisterprüfung. Dies war gleichzeitig der Sprung in die Selbstständigkeit. 1972 eröffnete er seinen Installationsbetrieb mit Elektrogeräteverkauf am Bahnweg in der ehemaligen Schlosserei Hoh. Robitschko erwarb sich mit hoher fachlicher Kompetenz, Leistungsbereitschaft und nicht zuletzt seiner verbindlichen Art rasch das Vertrauen eines großen Kundenkreises.

Das Geschäft stets in einer überschaubaren Größe mit zwei, drei Fachkräften zu betreiben, war von Anbeginn seine betriebliche Strategie. Im kleinen Laden am Bahnweg betrieb die Firma über die Jahrzehnte auch einen angesehenen Elektrofachhandel, zumal man sich mit einem zuverlässigen Kundendienst nachhaltig auszeichnete. Zum erweiterten Kundendienstbereich zählten auch Serviceleistungen im Dorfener Gymnasium und im Sonderpädagogischen Förderzentrum. Darüber hinaus erledigt die Firma seit Jahren viele Dienstleistungen für das Kabelfernsehen München.

Über Jahrzehnte hinweg bildete Otto Robitschko zahlreiche junge Leute im Elektrohandwerk aus. Seit 14 Jahren leitete Tochter Renate Robitschko-Maier den kaufmännischen Bereich und den Verkauf. Bei den Kunden erfreute sich die Betriebswirtin, die jetzt in den Betrieb der Firma Elektro Heilmeier in Dorfen wechselte, nicht zuletzt wegen ihrer guten Fachkenntnisse großer Beliebtheit.

„Für mich war es jetzt mit 72 Jahren an der Zeit, aus dem Berufsleben zurückzutreten“, betont der Chef, mit dem gleichzeitigen Dank an seine Kundschaft und alle seinen Mitarbeiter. Den Stamm hat Elektro Heilmeier übernommen, ebenso Material und restliche Lagerbestände.

Otto Robitschko hofft, nun mehr Zeit für seine zahlreichen Hobbys zu haben. Mit Leidenschaft widmet er sich unter anderem der Volksmusik, zumal er in der heimischen Musikgruppe „d‘Bacherl-Saitenmusi“ eingebunden ist. Im Bedarfsfall sei er, so nach eigener Aussage, „gelegentlichen Einsätzen“ bei der Firma Heilmeier nicht abgeneigt.

Georg Brennauer

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