Stadtentwicklungsprogramm

Licht in den Schilderwald

Dorfen - Der uneinheitliche Schilderwald in Dorfen soll ein Ende haben. Eine Projektgruppe soll demnächst ein neues Beschilderungs- und Außenwerbungskonzept mit einheitlichen Lösungen aufzeigen.

Der zeitnahe Aufbau „eines klaren und einheitlichen Beschilderungssystems“ ist eine vorrangige Handlungsempfehlung im Integrierten Stadtentwicklungsprogramm (ISEK). Das hatte der Stadtrat Mitte vergangenen Jahres für Dorfens Zentrum beschlossen. Damit soll sich jetzt die neue Projektgruppe „Beschilderungssystem“ befassen, aber nicht nur für die Stadt, sondern fürs ganze Gemeindegebiet.

Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) erinnert im Stadtrat, dass im ISEK das Erstellen eines einheitlichen Beschilderungs- und Außenwerbungskonzepts als Maßnahme gefordert sei. Er brachte dazu den Vorschlag, im Rahmen des ISEK jetzt eine Projektgruppe „Beschilderungssystem“ als „beratendes Organ“ ins Leben zu rufen. Die Mitglieder müssten nicht unbedingt alle aus dem Stadtrat kommen, meinte der Bürgermeister. Auch die Erfahrungen der Bürger und Gewerbevertreter sollte man nützen. Das Gremium soll erarbeiten, „wo und was“ beschildert werden soll und welche Art und System man verwenden soll.

Grundsätzlich war sich der Stadtrat einig, dass es sinnvoll sei, einen Arbeitskreis mit der im ISEK geforderten Aufgabe im Vorfeld zu betrauen. Martin Heilmeier (LDW) kritisierte scharf, dass die Projektgruppe „nur beratend“ tätig sein werde. Was da heraus komme, habe man beim früheren Klimabeirat gesehen, den der „Bürgermeister abgesägt hat“. Ein anderes Problem sprach Uli Frank-Mayer (GAL) an. Sie gab zu bedenken, dass der Stadtrat und seine Ausschussmitglieder „schon viele Aufgaben“ hätten. Mit immer mehr Arbeit könnte es zu einer Überforderung kommen.

Der Bürgermeister konnte die Bedenken nicht nachvollziehen, denn es würden permanent Mitsprache und Mitgestaltungsrecht von Teilen des Stadtrats eingefordert. Die Stadtführung wollte mit der Projektgruppe den Stadtrat und auch Vertreter der Bürger und des Gewerbes mit einbeziehen. Zu Heilmeier sagte Grundner, er habe den Klimabeirat „nicht abgesägt“, denn daraus sei jetzt der beschlussfähige Umwelt-, Natur- und Klimaausschuss geworden.

Beschlossen wurde vom Stadtrat, die neue Projektgruppe für ein Beschilderungssystem und Außenwerbung einzurichten. Die Ergebnisse sollen dann dem Stadtrat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden. Als stimmeberechte Mitglieder werden nominiert: Der gesamte Bau- und Verkehrsausschuss, aus der Verwaltung die Abteilungsleiter Zentrale Dienste, Ordnungsamt und Soziales, Bauen sowie ein Mitglied des Förderkreis Dorfen und des Historischen Kreises Dorfen. Den Vorsitz hat der Bürgermeister inne, Betreuung und Moderation übernimmt ein Vertreter der CIMA Beratung + Management GmbH, die das ISEK mit entwickelt hat.

Hermann Weingartner

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