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Liebevoller Familienmensch und begeisterter Sportler

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Franz Herbst starb im Alter von 81 Jahren
Franz Herbst starb im Alter von 81 Jahren © Privat

Dorfen nimmt Abschied von Franz Herbst.

Dorfen – Sein Herz schlug für den Sport, seine besondere Leidenschaft galt dem Fußball. Darüber hinaus war Franz Herbst ein begeisterter wie erfolgreicher Tischtennisspieler. Vor allem aber war er wegen seiner ruhigen und kameradschaftlich vorbildlichen Art bei seinen Vereinen in Schwindkirchen beim TSV Dorfen und dem Postsportverein Dorfen sehr geschätzt und beliebt. Jetzt ist Franz Herbst im Alter von 81 Jahren im Marienstift verstorben.

Herbst wurde im November 1940 in Andreasberg im Kreis Krumau im Böhmerwald geboren. 1946 musste der sechsjährige Franz mit seiner um zwei Jahre älteren Schwester Lidwina, Mutter Pauline und der Oma die Heimat verlassen. Der Vater war im Krieg gefallen, daher musste sich die Familie im Zuge der Vertreibung alleine auf den beschwerlichen Weg nach Bayern machen.

In der Gemeinde Dorfen fand sie bei der Familie Mooshofer in Vocking Unterkunft und Arbeit. Die Volksschule besuchte er im zweieinhalb Kilometer entfernten Oberdorfen. Die Strecke bewältigte er, wie damals bei Land-Kindern nicht anders möglich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Dort fand er auch viele Freunde. Nach dem Schulabschluss machte er eine Lehre zum Maschinenschlosser.

Danach fand Herbst zunächst Arbeit bei der damaligen Dorfener Firma GAMO. Viele Jahre arbeitete er danach, bis er in Rente ging, bei der Firma Attenberger-Plastmetall. Mit viel Fleiß und Unterstützung durch seinen Onkel Jordan konnte die Familie 1962 ein Häuschen in der Moosner Siedlung bauen und beziehen. 1966 heiratete Franz Herbst seine Frau Elfriede, die aus Schwindkirchen stammte, und ihm die Töchter Christine und Petra gebar. Weil die Töchter in Dorfen blieben, was die Familie sehr glücklich machte, war es dem Opa später möglich, viel Zeit mit seinen vier Enkeln Andreas, Stefanie, Thomas und Bettina zu verbringen. In den Jahren 2018 bis 2021 wurden auch seine Urenkel Theresa, Maria und Luca geboren, welche er leider infolge seiner Krankheit nicht mehr richtig kennen lernen durfte.

Franz Herbst war ein herzensguter Ehemann und Familienvater, dem nichts wichtiger war, als das Wohl seiner Familie. Daneben war sein Leben erfüllt von seiner Leidenschaft zum Sport. Er spielte beim Fußballverein Schwindkirchen, dann auch lange Zeit erfolgreich Tischtennis beim Post SV Dorfen mit 524 Punktspiel-Einsätzen. Danach wechselte er zurück zum Fußball beim TSV Dorfen. Dort spielt er auch noch für die Alten Herren mit denen er gerne allwöchentlich Ausflüge in die Umgebung mit den Dienstagswanderern von Schorsch Bauer unternahm. Bei den TSV-Fußballern trainierte er noch viele Jahre die Jugend, was ihm viel Freude bereitete. Er war zwar streng, aber die Kinder liebten ihn. Für 60-jährige Mitgliedschaft ernannte ihn der TSV zum Ehrenmitglied.

In den letzten Jahren verschlechterte sich Herbsts Gesundheitszustand auf Grund einer schweren, heimtückischen Krankheit zusehends. Die letzten dreieinhalb Jahre verbrachte er gut umsorgt und gepflegt im Dorfener Marienstift, wo er sich auch wohl fühlte und an Heiligabend friedlich entschlief. Die Beerdigung fand am Mittwoch unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt.

GEORG BRENNAUER

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