Bauen in Dorfen

Lücken schließen hat Priorität

Der Stadtrat will den Flächenverbrauch für Neubauland reduzieren. Deshalb sollen möglichst innerörtliche Baulücken geschlossen werden.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – Wo freie Bauflächen sind, das zeigte 2016 der im Stadtrat erstmals vorgestellt Baulückenkataster auf. Jetzt hat das Bauamt die aktuelle Fortschreibung präsentiert. Die Entwicklung eines Baulückenkatasters ist auch dadurch motiviert, dass die Stadt Probleme bei der Entwicklung von neuen Wohnbaugebieten riskiert, wenn bei der Genehmigungsbehörde kein sparsamer Umgang mit Grund und Boden nachgewiesen wird.

Jetzt wurde die Weiterentwicklung des Katasters vorgestellt, der vorwiegend zur internen Bauleitplanung dient. Insgesamt gab es 160 erfasste Baulücken im Kataster. Jetzt sind es aktuell noch 142 in der Stadt und den Außenbereichen, informierte Bauverwaltungsleiter Franz Wandinger. Freie Baulücken gibt es in Dorfen (88), Oberdorfen (12), Zeilhofen (11), Eibach (6), Grüntegernbach (12), Wasentegernbach (5) und Schwindkirchen (8). Seit der Ersterfassung hat es 17 Bebauungen geben. Wie vom Stadtrat gefordert, wurden alle Grundstückseigentümer freier Bauflächen kontaktiert, was sie mit ihrem Grundstück in den nächsten Jahren vorhaben, sagte Wandinger. Ziel sei es, diese Grundstücke einer Bebauung zuzuführen. Antworten habe es nicht von allen gegeben. Als ein Grund, nicht zu bauen, wurde vor allem angegeben, die Fläche als Kapitalanlage für die Kinder zurückzuhalten. Inzwischen seien in Dorfen zehn Baulücken bebaut worden und für fünf Areale gebe es Bauvoranfragen. Dass zehn Prozent der Lücken bebaut wurden sei „ein guter Wert“, sagte Wandinger. Bei vier Eigentümern habe die Unterstützung durch das Bauamt zur Verwertung des Grundstücks geführt.

Barbara Lanzinger (CSU) riet davon ab, die Eigentümer freier Grundstücke noch einmal anzuschreiben. Die seien selbstverantwortlich und wüssten, was sie machen wollen. Ein neues Anschreiben hätte „eher was mit Kommunismus zu tun“. Auch Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) meinte, man sollte die Eigentümer „nicht drängen“. Michael Oberhofer (CSU) forderte „Innenverdichtung ok, aber mit Maß“. In der Stadt hätten Bauwillige schnell mit der Stellplatzproblematik zu tun. Dorette Sprengel (GAL) zeigte sich „irritiert“, dass die CSU so bemüht sei, „Probleme aus dem Hut zu zaubern“. Es gehe darum, „innen leere Baugrundstücke zu nützen, um außen Flächen zu sparen“.

Rubriklistenbild: © dpa

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