Nachruf

Malermeister mit künstlerischem Talent und feinem Farbgefühl

Malermeister Ludwig Mayer ist gestorben. Er war in Dorfen ein angesehener Mensch.

Dorfen – Er war ein versierter Malermeister. Seinen Beruf erlernte er von der Pike auf, er war für ihn eine wahre Berufung. Am 13. Januar ist Ludwig Mayer nach langer, mit Geduld ertragener Krankheit, im 86. Lebensjahr verstorben.

Mayer wurde am 21. Dezember 1932 in Dorfen geboren. Hier besuchte er ab 1939 die Volksschule, ehe er dann an das Gymnasium in Burghausen wechselte. Das Internat wurde aber nach drei Monaten geschlossen und in ein Lazarett umgebaut. Das war das Aus der Gymnasiallaufbahn. Mayer beendete seine Schulzeit in Dorfen.

Die erste Stufe hin zu seinem durchaus künstlerischen Talent war nach Kriegsende seine dreijährige Lehrzeit beim bekannten Dorfener Malermeister Hans Arnold. Danach arbeitete er als Malergeselle in München, im Schwarzwald und in der Schweiz. Weitere Erfahrungen konnte Mayer in Würzburg bei dem bekannten Stuckateur und Vergolder Pracher sammeln. Nach dem dreijährigen Besuch der Meisterschule in München schloss er im März 1961 als Primus ab und gründete in Dorfen seinen Betrieb.

In seinem Berufsleben hat der engagierte Malermeister und Vergolder auch viele Kirchen im heimischen Gäu innen und außen mit filigraner Hingabe verschönert. Immer wieder bestätigten und bewunderten seine privaten, öffentlichen und kirchlichen Auftraggeber die Perfektion und das feine Farbgefühl des Meisters. Der bekannte Dorfener Kunstmaler Winter suchte gerne das Gespräch mit Mayer. Vielen Auszubildenden gab er reichlich Erfahrungen, respektive fundiertes Rüstzeug für deren weiteren beruflichen Weg mit. Zum 50-jährigen Jubiläum des Meisterabschlusses erhielt Mayer den goldenen Meisterbrief.

1966 heiratete er seine Frau Heidi. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Tochter Petra und Sohn Markus. Für seine innigst geliebten Enkelkinder Annalena, Hanna und Florian war der Opa immer da. Auch liebte der Verstorbene die Natur, wanderte, soweit es ihm seine Zeit erlaubte, in den Bergen und liebte mit besonderer Leidenschaft das Skifahren. Ein gern besuchtes Urlaubsziel war, solange es seine Krankheit zuließ, das sonnendurchflutete Oberengadin.

Vor sechs Jahren wurde bei Mayer die Krankheit Parkinson diagnostiziert. Gegen die stemmte er sich mit allen Kräften. Schon früh zwang ihn die Krankheit in den Rollstuhl. Jetzt hat er den Kampf dagegen verloren. Georg Brennauer

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