Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus

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Exzellente Solo-Harfinistin: Marika Cecilia Riedl hat schon internationale Wettbewerbe gewonnen.

Erfolgreiche Harfinistin

Marika zupft sich nach ganz oben

Hervorragend ist es 2016 für die junge Dorfener Ausnahme-Harfensolistin Marika Cecilia Riedl gelaufen. Bei drei großen, internationalen Wettbewerben war sie unter den Besten. Und so geht es offenbar weiter.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – Beim 7. internationalen Félix Godefroid Harp Competition Anfang April im belgischen Tournai entschied eine beeindruckte Jury: 1. Preis für Riedl. Das berichtete jetzt die Harfinistin im Gespräch mit der Heimzeitung. Die Musikerin weilt meist nur kurz daheim bei der Familie in Unterhausmehring. Entweder ist sie beim Harfen-Studium in Zürich oder tritt bei Konzerten auf. So auch zu Beginn des Monats. Zusammen mit ihrer Mutter, Chorleiterin (Jugendchöre, „Lyrico Vocale“) und Kulturpreisträgerin Lydia Ulrich-Riedl, fuhr sie zunächst nach Ingolstadt. Dort trat sie bei einem Konzert als Solistin zusammen mit dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt auf. Danach ging es gleich weiter nach Tournai (50 Kilometer westlich von Brüssel) zum 7. internationalen Félix Godefroid Harp Competition, der nur alle drei Jahre stattfindet.

Bei dem anspruchsvollen Harfenwettbewerb mit international besetztem Teilnehmerfeld schaffte es Riedl zusammen mit fünf Konkurrenten ins Finale. In der ersten Runde gab es ein Pflichtstück und 25 Minuten konnten frei gespielt werden. Im Finale, zwei Tage später, verlangte der Wettbewerb ein Pflichtstück eines belgischen Komponisten und 30 Minuten freies Spiel. Riedl präsentierte unter anderem Werke von Felix Godefroid, Jean Cras und Franz Liszt. Die internationale Jury war begeistert von den Finalisten und überwältigt vom exzellenten Spiel der Dorfener Harfensolistin: „Fantastico“ war das einstimmige Urteil der Jury und somit der erste Preis für Riedl.

Der Preis in Belgien ist für die Harfenistin ein weiterer großartiger Erfolg in ihrer noch jungen Musikerkarriere. Der wiegt umso mehr, als beim Félix-Godefroid- Wettbewerb 2016 keiner das hohe Niveau erreichte und somit kein erster Preis vergeben wurde.

Tournai war der dritte grandiose Erfolg für Riedl, nachdem sie im Herbst letzten Jahres beim Internationalen Harfenwettbewerb der Slowenian Harp Assoziation einen 2. Preis erreichte und im September beim großen ARD Musikwettbewerb, einer der renommiertesten Musikwettbewerbe weltweit, als jüngste Harfen-Teilnehmerin von nur 40 zugelassenen Bewerbern unter den 13 Besten landete und einen Sonderpreis zuerkannt bekam.

Studium in der Schweiz

Die 20-Jährige besuchte in Dorfen das Gymnasium und machte hier Abitur. Während der Schulzeit war sie bereits vier Jahre als Jungstudentin im Fach Harfe an der Musikhochschule in München. Seit 2014 studiert Marika Cecilia Riedl Harfe in der Schweiz an der Züricher Hochschule der Künste. Das Sommersemester will sie heuer mit dem Bachelor abschließen und anschließend plant sie ein Masterstudium. Harfe ist kein leichtes Instrument. Sie hat 47 Saiten die mit zwei Händen gespielt werden und dazu sind sieben Pedale zu bedienen. Um perfekt zu werden, muss man sehr, sehr viel üben, sagt die Musikerin. Die „große Kunst“ beim Harfenspiel sei es „keine Nebengeräusche durch die Pedalwechsel und das Berühren der schwingenden Saiten mit den Fingern zu erzeugen“. Einige „Kunstgriffe“ sind dann immer auch nötig, um das sperrige Instrument zu transportieren. Das sei nicht immer so einfach, etwa wenn sie in Zürich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Uni fahre. In der Tram habe sie einmal eine ältere Dame angesprochen: „Was haben Sie denn da für ein Möbelstück dabei?“

Für Hobbys hat Riedl wenig Zeit. Sie läuft gerne Schlittschuh und begeistert sich für Eiskunstlauf. Bis zum Alter von elf Jahren war sie selber aktiv beim ESC Dorfen und im Bayernkader. Dann gab es Knieprobleme und mit dem Sport war es aus.

Demnächst gibt es die Riedl’s übrigens in Dorfen wieder im Doppelpack. Mutter Lydia Ulrich-Riedl dirigiert beim Osterkonzert in der Pfarrkirche (23. April) ihren Chor „Lyrico Vocale“ und Tochter Marika tritt als Solo-Harfenistin auf.

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