Gemeinam unterwegs : Martin Hopf (r.) und Ingo aus Kempten. 

100-Kilometer-Spendenmarsch

Martin Hopf zeigt sich löwenstark

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Es war eine Tortur, aber er hat es geschafft. Martin Hopf aus Landersdorf ist beim Löwenmarsch 100 Kilometer marschiert.

Dorfen – Der Martl, wie ihn seine Freunde nennen, hat damit nicht nur seinen inneren Schweinehund überwunden, sondern sich auch noch für eine gute Sache engagiert.

Den Löwenmarsch hat Prinz Ludwig von Bayern veranstaltet. Auf dem Weg von Kaltenberg nach Neuschwanstein sammelte der Urenkel des letzten bayerischen Königs Spenden für Jugendliche in Afrika. Als Hopf (57) von dem Marsch in der Zeitung gelesen hat, dachte er sich: „Das könnte ich mal versuchen – etwas Gutes tun“. Inspiriert dazu hat sein Spezl Markus Kutschker aus Armstorf, der in diesem Jahr den Megamarsch von München nach Mittenwald mit 100 Kilometern gemeistert hat.

Kaum Zeit zur Vorbereitung

Für den Löwenmarsch blieb Hopf kaum Zeit zur Vorbereitung. Zweimal ist er von Taufkirchen nach Velden und wieder zurück marschiert. Das war’s. Kein Wunder also, dass seine Frau Renate fragte: „Schaffst du das eigentlich?“

Gestartet wurde am Nachmittag. Der Weg ging über St. Ottilien nach Utting am Ammersee, wo nach 20 Kilometer, die erste Station aufgebaut war und es Essen und Trinken gab. „Ich selbst marschiere nach dem Motto Trinken, Müsliriegel, Banane und mal eine Wurstsemmel, schwere Kost musst du nur mitschleppen“, erzählte Hopf.

Dicke Blasen an den Füßen

Bis Dießen am Ammersee ging der Landersdorer alleine. Am Abend traf er dann Ingo aus Kempten, der auch allein unterwegs war. Die restlichen 70 Kilometer bis ans Ziel wanderten die beiden zusammen. Vom Kloster Wessobrunn aus wurde um 22.30 Uhr in Richtung Wieskirche losmarschiert. Die Nacht wurde durchgegangen. „Die Beine waren gut, aber die Füße haben schon gebrannt“, sagt Hopf. Von der Wieskirche waren es noch 20 Kilometer bis zum Ziel. Die beiden glaubten, das wird leicht. Doch jeder Kilometer wurde zäher und zäher. Erschöpft, aber glücklich kamen Hopf und sein Spezl nach 21 Stunden und 102 Kilometer gegen 11 Uhr am Schloss Hohenschwangau an. Dicke Blasen erinnerten noch ein paar Tage an den Marsch. „Aber es war ein tolles Erlebnis“, schwärmt der Martl.   

Spenden willkommen

Martin Hopf hat beim Löwenmarsch selbst 120 Euro für die Aktion gespendet. Jetzt hofft er, dass er Freunde, Bekannte und Leser dazu animieren kann, für das Projekt „Learning Lions“ ebenfalls zu spenden. Dies kann unter Angabe seiner Startnummer 85 oder seines Namens Martin Hopf im Internet unter „Löwenmarsch.de“ erfolgen oder per Banküberweisung an Learning Lions gUG, IBAN DE17 7004 0041 0669 6165 00.

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