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Wenn Böllerschützen schießen, kracht es nicht, nur auch der Rauch steigt auf. Um Irritationen in der Bevölkerung zu vermeiden, gibt es in diesem Jahr zum Volksfestauftakt in Dorfen kein Böller-Gekrache. 

Sicherheitskonzept Volksfest Dorfen

Mehr Polizei, weniger Böllerschießen

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Dorfen - Zum Dorfener Volksfest werden die Sicherheitsvorkehrungen angepasst. Die Polizei zeigt erhöhte Präsenz, zusätzlich sollen mehr Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Um in der Bevölkerung unnötige Ängste zu vermeiden, wird auf das Böllerschießen zum Volksfestauftakt verzichtet.

Aufgrund der verbreiteten Ängste in der Bevölkerung nach den Terroranschlägen in den vergangenen Wochen und dem Amoklauf von München hat auch die Stadt Dorfen das Sicherheitskonzept für das Volksfest auf den Prüfstand gestellt. Im Rathaus fand dazu nach Mitteilung des Ordnungsamtes eine Besprechung statt, an der Bürgermeister Heinz Grundner, Dorfens Polizeichef Ulrich Milius, Björn Hoffmann, Inhaber des Sicherheitsdienstes, Festwirt Peter Klotz sowie Anita Feckl, Leiterin des Ordnungsamtes, teilnahmen. Fazit des Treffens ist lauf Feckl: „Ein ,Mehr‘ an Sicherheit erhält man durch Aufmerksamkeit.“

So wird beim Volksfest in diesem Jahr, das am Freitag kommender Woche beginnt, der Sicherheitsdienst täglich mit bis zu zehn Kräften vor Ort sein. Zusätzlich wird die Polizei erhöhte Präsenz zeigen. Ein generelles Rucksackverbot wird es aber nicht geben. Feckl: „In der Regel kommen Schwimmbadbesucher nach dem Baden aufs Volksfest, auch Familien mit kleinen Kindern haben große Taschen oder Rucksäcke dabei.“ Wie bisher würden aber sporadisch Rucksack- beziehungsweise Taschenkontrollen stattfinden. „Wir empfehlen den Volksfestbesuchern deshalb nach Möglichkeit, Rucksäcke zuhause oder im Auto zu lassen“, so die Leiterin des Ordnungsamtes.

Um Irritationen wegen der lauten Knalle zu vermeiden, verzichtet die Stadt in diesem Jahr beim O’zapfa aber auf Böllerschießen. Das Feuerwerk hingegen findet, wie geplant, statt. Beim Schützenzug am letzten Volksfestsonntag dürfen dann die Böllerschützen, wie es seit Jahren Tradition ist, vom Ruprechtsberg aus schießen.

Laut Ulrich Milius, Leiter der Dorfener Polizeiinspektion, werden beim Volksfest Polizeibeamte in Uniform und Zivil unterwegs sein. Einlass- und Taschenkontrollen, wie sie etwa für das Dachauer Volksfest beschlossen wurden, hält Milius für nicht notwendig. „Ich bin kein Freund von großen Kontrollmaßnahmen, zumal diese nicht an jeder Örtlichkeit geeignet sind.“ Zudem steht für den Dorfener Polizeichef auch fest: „Es kann nirgends einen kompletten Schutz und absolute Sicherheit geben. Es wäre blauäugig zu glauben, dass man etwa mit Einlasskontrollen absolute Sicherheit erzielen kann.“ Eine Gefährdungslage mit terroristischem Hintergrund sieht Milius ohnehin nicht: „ Es ist ja nicht so, dass rudelweise Terroristen herumlaufen.“

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