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Als Pate unterstützt der gebürtige Dorfener Comedian Michael Mittermeier das Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Michael Mittermeier Pate des Gymnasiums

Das Dorfener Gymnasium trägt seit gestern den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Die Patenschaft für das Projekt hat Comedian Michael Mittermeier übernommen. Der Dorfener war selbst Schüler des Gymnasiums.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – Bei einem Festakt, dem die gesamte Schulfamilie sowie zahlreichen Ehrengäste aus der Lokalpolitik, Nachbarsschulen und Gesellschaft beiwohnten, überreichte Projektvertreter Naim Balikavlayan vom Pädagogischen Institut München zusammen mit dem Dorfener Projekt-Paten Michael Mittermeier eine Urkunde. Das ist auch „meine Schule“, sagte Mittermeier, der zu den ganz Großen der deutschen Comedy-Szene gehört. „Ihr spürt was, wenn was nicht stimmt“ und „Ihr macht was“, lobte Mittermeier das Engagement der Schüler. Der 51-Jährige bekennt sich öffentlich klar gegen Rassismus, Extremismus und Gewalt. Er kenne die Situation, wenn er etwas Positives über Flüchtlinge sage, dann sei seine Facebook-Seite voller Hass-Mails und Zielscheibe rassistischer Parolen. Zusammenstehen, etwas gegen rassistische Gewalt tun, das kenne er schon aus seiner Dorfener Jugendzeit, sagte Mittermeier. Damals habe es viele ausländische Gastarbeiter in der Isenstadt gegeben und „es war normal“, dass man türkische Freunde hatte. Die wurden auch gegen Hetzparolen der aufkommenden REP’s (Republikaner), die damals als rechtsextremistisch galten, und Neonazis verteidigt. Heute findet es Mittermeier „toll, dass es soviel Kids gibt, die sich entschieden haben, was zu tun“.

Die Schüler überreichten Mittermeier dann als Geschenk ein Buch (Ich so – du so). Seine passende Antwort knapp: „Ich stolz – Du/Ihr macht weiter so“. Die Schülersprecher Sonja Heimerl, Lilli Binder und Tim Sixl berichteten, dass der Arbeitskreis „Integration“ und die Rassismus-Trainer das Projekt initiiert und in allen Klassen vorgestellt haben. Etwa 80 Prozent der gesamten Schulfamilie, Schüler, Lehrer und Bedienstete hätten dann eine Selbstverpflichtung unterschrieben, die Voraussetzung für den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist. Danach setze sich jeder an der Schule ein, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden. Dazu gehört, sich sofort gegen unmittelbare Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen einzusetzen. Ein Mal pro Jahr wird ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung vorzugehen.

Begeistert von dem, was er am Gymnasium gesehen und erfahren habe, zeigte sich Balikavlayan. Der Sozialpädagoge erklärte, dass die Schule mit dem Titel „von heute an“ die Verpflichtung einhergehe, dass alle Courage zeigen und füreinander einstehen, gegen Rassismus, Diskriminierung, Mobbing oder Gewalt. Das sei nun nachhaltig zu beweisen.

Voll hinter der Aktion steht auch Schulleiterin Andrea Hafner. Sie sagte: „Der Titel ist Verpflichtung für die Gegenwart und Zukunft“, die jeder mit seiner Unterschrift eingegangen sei. Kreisrat und Altbürgermeister Josef Sterr sagte als Landkreisvertreter, Schulen müssten Stellung beziehen gerade in Zeiten mit aufkommendem Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

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