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Stolz auf den Minialtar im Heimatmuseum (v. l.): Jürgen Weithas, Johann Jell, Andreas Sedlmaier, Heinz Grundner und Hermann Simmerl.

Historischer Kreis 

Mini-Altar ersteigert

Zum Internationalen Tag der Museen hat der Historische Kreis Dorfen als neueste Errungenschaft den Mini-Altar von Maria Dorfen vorgestellt.

Dorfen –Im ersten Stock des Heimatmuseums, der Abteilung für heimische Kirchengeschichte, enthüllte Vorsitzender Jürgen Weithas im Beisein von Bürgermeister Heinz Grundner und weiterer Geschichtsfreunde wie Altbürgermeister und 2. Vorsitzender Hermann Simmerl das ansehnliche Unikat.

Wenngleich nicht nachweisbar ist, wie der Mini-Altar in den Speicher eines Bauernhofes bei Kaufbeuren kam, hatte Andreas Sedlmaier aus Unterhausmehring im vergangenen Herbst auf der Internet-Auktionsplattform Ebay das sakrale Kleinod entdeckt und den Historischen Kreis informiert. Herbert Moser und der Vorstand waren sich einig, den Mini-Altar zu erwerben. Kassier Ludwig Jell konnte den Altar, an dem offenbar auch das Museum Erding interessiert war, für 450 Euro ersteigern.

Nina Gribl-Karst hat ihn mit dem Gipsaufbau fachmännisch restauriert. Mit Unterstützung der Schreinerei Konrad Wandinger aus Weckerling (Sockel) und der Glaserei Rudolf (Dorfen), die die Vitrine erstellte, fand die Gnadenaltar-Miniatur jetzt seine neue Bleibe im Heimatmuseum. Weithas dankte der Stadt Dorfen für die 500-Euro-Spende.

Kirchengeschichtsforscher Herbert Moser erklärte, dass das Marienbildnis mit dem Jesukind dem Altar von 1887 im neuromanischen Stil entspreche, der bis zur Kirchenrenovierung 1963 unter Pfarrer Hermann Eigner Bestand hatte. 1971 wurde der neue nach Zeichnungen von Egid Quirin Asam rekonstruierte Altar von Julius Kardinal Döpfner geweiht.  br

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