Messer-Attacken in Nürnberg: Verdächtiger wegen Vergewaltigung vorbestraft - So flog er auf

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Den kirchlichen Segen gespendet hat Geistlicher Rat Johann Wieser der Mariengrotte. Maria Wimmer (dahinter) hat das Glaubensymbol aus Dankbarkeit errichen lassen.

Mit Bau einer Mariengrotte Gelöbnis eingelöst

Nach einem schweren Schicksalsschlag hat Maria Wimmer gelobt, eine Mariengrotte vor ihrem Anwesen in Parschalling zu errichten, wenn alles wieder gut wird. Jetzt wurde der kleine Gebetstort mit einer Mutter-Gottes-Statue von Geistlichem Rat Johann Wieser gesegnet.

Parschalling – Gut 30 Nachbarn und Bekannte sind zum Wimmer-Anwesen gekommen, um mit Maria und Konrad Wimmer die Segnung der schönen Grotte zu feiern. Unter den Gästen waren auch Dorfens Pfarrer Janusz Gadek und sein Vorgänger, Ruhestandspfarrer Johann Eschbaumer. Geistlicher Rat Wieser sagte der Familie Wimmer ein herzliches „Vergelts’s Gott“ für die wunderschöne Marien-Grotte: „Da kann man jederzeit herkommen.“

„Warum die Grotte“, das erklärte Maria Wimmer. Vor einigen Jahren ist auf dem Anwesen „a ganz a schwers Unglück passiert“. Bei einem Unfall wurde ihr Mann schwer verletzt, und auch Sohn Matthias musste einige Tage verletzt im Krankenhaus bleiben. „Aber mei Mo hod fast vier Monat braucht, bis er wieder Instand war.“ In dieser schweren Zeit ist Maria Wimmer oft zur Andrebauern-Kapelle bei Schiltern gefahren. „Do hob i mir Kraft g’holt, dass i des aushoiten hob können. A Jahr vorher war unser Bua g’storbn. Aa des hod mi wahnsinnig mitg’nomma.“

Die Parschallingerin hat damals ein Gelöbnis abgelegt: „Wenn mei Mo wieder guad genesen ist und dass uns alle wieder guad geht, dann bau i zum Dank a Marien-Grotte“. Den Hilferuf hat die Mutter Gottes offenbar erhört, denn allen geht es wieder gut.

Mit Nachbarin Anne Paulmann flog Maria Wimmer nach Tarbes-Lourdes-Pyrénées, um dann im zehn Kilometer entfernten Lourdes eine Marien-Figur zu kaufen. „Wenn i a Figur möcht’, dann möcht’ i eine vom Ursprung. I hätt a in Altötting oane kafffa kena. Aber na, de hoi ma von Lourdes.“ In dem weltbekannten Wallfahrtsort soll 1858 das damals 14-jährige Mädchen Bernadette Soubirous mehrere Marienerscheinungen gehabt haben. Dem Quell-Wasser von der Grotte von Massabielle, Ziel der Lourdes-Pilger, werden Heilkräfte zugeschrieben. In der Grotte steht heute eine nach Bernadettes Angaben geschaffenen Marienstatue. So eine Marienstatue ist nun auch in Parschalling – wenn auch deutlich kleiner als das Original.

Geistlicher Rat Wieser richtet einen Appell an alle, die an der Marien-Grotte vorbeikommen: „Geht’s ruhig her und bleibt’s stehen.“ Hier könne inne gehalten und gebetet werden. Man könne in Nöten die Hilfe der Mutter Gottes erbitten. Maria Wimmer dankte allen, die am Bau der Grotte mitgeholfen haben. Das waren Maurermeister Hans Hobmaier der die Grotte mit den Enkelkindern errichtete. Wimmers Sohn Matthias setzte den Dachstuhl drauf. Martin Strobl spendete die Dachplatten. Das Eisengitter fertigte Anton Hergenröder, Sabine Winter sorgte für die Bemalung, die Tafeln samt Beschriftung fertigte Martin Rimpfl.

HERMANN WEINGARTNER

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