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SPD-Stadtrat Heiner Müller-Ermann.

100 Meter lange Siedlungsstraße

Müller-Ermann warnt vor einer Rennpiste

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In einer sechs Meter breiten Siedlungsstraße sieht SPD-Stadtrat Heiner Müller-Ermann eine Gefahr für Bewohner. Autofahrer würden zum Rasen verleitet. Die Straße ist allerdings nur 100 Meter lang.

Dorfen – Die Straße liegt im Baugebiet Grüntegernbach Ost, das insgesamt 34 Parzellen umfasst. Die Diskussion um die Siedlungsstraße, die nach dem 1978 verstorbenen Heimatschriftsteller Anton Wandinger benannt wird, ist bei der Vorstellung der Straßen- und Kanalplanung aufgekommen. Das Ingenieurbüro Schelzke stellte im Bauausschuss die Planung vor und wies darauf hin, dass alle Wege gepflastert oder asphaltiert würden. Auch aufgrund der Hanglage des Baugebiets und möglicher Wassermassen durch Starkregen würde die Siedlungsstraße mit einer Breite von sechs Metern ohne Gehweg ausgebaut.

SPD-Stadtrat Heiner Müller-Ermann und Landlistensprecher Martin Heilmeier kritisierten die Planung, da die Straße damit „viel zu breit“ werde. „In einer kleinen Siedlung verliert niemand Zeit, wenn er langsam fährt“, sagte Müller-Ermann. Daher sollte die Straße schmäler werden, um die Gefahr durch Raser dadurch zu minimieren. Dies sah auch Heilmeier so.

CSU-Stadtrat Ludwig Rudolf warnte dagegen davor, die Straße schmäler zu machen. So habe die Stadt im Dorfener Baugebiet Am Brühl, wo die Straßen sehr schmal seien, damit „schlechte Erfahrungen gemacht“. Zudem sei die Siedlungsstraße ohnehin nur etwa 100 Meter lang, „da rast doch niemand“, sagte Rudolf.

Auch der die Sitzung leitende Vizebürgermeister Günter Drobilitsch sprach sich gegen eine Verschmälerung der Straße aus. Enge Straßenführungen würden für Feuerwehr und Rettungsdienst schnell zum Problem werden. „Es geht oft um Menschenleben.“, sagte der Vizebürgermeister.

Jakob Baumgartner (SPD) schlug vor, die Straße mit einem Gehweg ohne Bordsteinkante auszustatten. Dadurch würde die Fahrbahn optisch verschmälert.

Franz Wandinger, Leiter der Bauverwaltung im Rathaus, wies darauf hin, dass die Stadt die Straße ja als „verkehrsberuhigten Bereich“ mit einer entsprechenden Geschwindigkeitsbegrenzung ausweisen könne. Würde ein Gehsteig gebaut, wäre dies rechtlich nicht mehr zulässig.

Der Ausschuss hat schließlich beschlossen, die Straßenbreite bei sechs Metern zu belassen und keinen Gehweg zu bauen. Die Siedlungsstraße soll als „verkehrsberuhigter Bereich“ mit Tempo 30 ausgewiesen werden.

Um die neue Siedlung vor einer möglichen Überflutung zu schützen, werden zwei Rückhaltebecken mit 192 Kubikmeter beziehungsweise 150 Kubikmeter Fassungsvermögen errichtet. Zudem wir eine Geländeauffüllung mit zwei Meter Höhe vorgenommen, damit Wasser bei Starkregen auch durch den angrenzenden Friedhof ablaufen kann.

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