Betreuung und Alltagsgestaltung sowie Wohnen und Verpflegung wurden vom MDK mit 1,0 bewertet.

Marienstift Dorfen

Mustergültiges Alten- und Pflegeheim

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Die Qualität der Pflege wird als sehr gut bewertet, die Bewohner fühlen sich bestens umsorgt und betreut. Zu dem hervorragenden Prüfungsergebnis des Medizinischen Dienstes kommt noch eine weitere, äußerst gute Nachricht: Das städtische Alten- und Pflegeheim Marienstift hat auch 2018 ein Plus erwirtschaft.

Dorfen – 83.394 Euro beträgt der Überschuss. Damit machte die Pflegeeinrichtung nach 2017 (plus 29 414 Euro) zum zweiten Mal in Folge keinen Verlust. Im Heimausschuss des Stadtrates wurden Einrichtungsleiterin Marion Prey und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend gelobt.

Mit einer Bilanzsumme von etwas über fünf Millionen Euro ist das Marienstift ein Unternehmen mittlerer Größe. Und die Einrichtung steht wirtschaftlich gut da. Gut 1,4 Millionen Euro Rücklagen hat das Marienstift. Demgegenüber stehen etwa noch 1,8 Millionen Euro Verbindlichkeiten bei Banken. Dabei handelt es sich um langfristige Kredite, die beim Umbau und der Erweiterung des Hauses aufgenommen wurden. Der Wert von Grundstück und Immobilie wird auf knapp vier Millionen Euro taxiert.

Gut 4,7 Millionen Euro Einnahmen hat die Einrichtung aus den Pflegediensteinnahmen sowie Unterkunft und Verpflegung erzielt. Der größte Ausgabenposten sind die Personalkosten mit mehr als 3,6 Millionen Euro. Hinzu kommen Ausgaben für Wasser, Energie sowie Lebensmittel, Steuern und Versicherungen.

Noch immer eine offene Baustelle ist das Thema Brandschutz. Zwar sind alle sicherheitsrelevanten Vorsorgemaßnahmen erledigt und Mängel längst behoben, doch noch hat das Landratsamt das vom Marienstift erstellte Brandschutzkonzept nicht genehmigt. Darin geht es vorwiegend um noch geplante Einbauten von Türen, die Ausgestaltung von Fluchtwegen und ähnliches. Vor über einem Jahr wurde das Konzept schon eingereicht, doch noch hat die Behörde sich dazu nicht geäußert. Ausschussmitglied Stadtrat Rudolf Angermeier hatte dazu ein klare Meinung: „Die Verantwortung, wenn etwas passiert, liegt beim Landratsamt.“

Ungeachtet dessen konnte Einrichtungsleiterin Prey beim Prüfungsergebnis, was die Qualität der stationären Pflege betrifft, nur Positives berichten. Der Medizinische Dienst hat Betreuung und Alltagsgestaltung sowie Wohnen und Verpflegung mit 1,0 bewertet, die Pflege und medizinische Versorgung mit 1,8 und den Umgang mit demenzkranken Bewohnern mit 1,3. Insgesamt erhielt das Marienstift die Note 1,4. Die Befragung der Bewohner ergab das Ergebnis eine 1,0.

Dritte Bürgermeisterin und Seniorenreferentin Doris Minet, die die Sitzung leitete, zeigte sich sehr angetan von dem Ergebnis. „Wir haben eine solide Führung des Hauses, wir dürfen froh sein, so ein Haus zu haben.“ Und Andreas Hartl (Grüne) bezeichnete die Qualität der Pflege als „respektabel“ und die Führung des Hauses als gut.

Das Marienstift beschäftigt 122 Mitarbeiter. 63 davon arbeiten in der Pflege, der Rest etwa in Verwaltung und Küche. Das Haus bietet 89 Plätze inklusive sechs in Kurzzeit an. 15 gibt es in der Tagespflege, 75 Senioren lassen sich in den eigenen vier Wänden vom Ambulanten Dienst des Marienstifts betreuen. Die Auslastung des Heimes liegt bei über 95 Prozent. 2018 sind 32 Bewohner verstorben. Davon wurden zehn palliativ versorgt.

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