Unterzeichnen die Integration der Schienenstrecke Markt Schwaben–Dorfen in den MVV (v. l.): Verkehrsministerin Kerstin Schreyer, Landrat Martin Bayerstorfer und MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch.
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Unterzeichnen die Integration der Schienenstrecke Markt Schwaben–Dorfen in den MVV (v. l.): Verkehrsministerin Kerstin Schreyer, Landrat Martin Bayerstorfer und MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch.

Schienenstrecke ab Markt Schwaben wird in Tarifverbund integriert

MVV-Ticket gilt ab Ende 2024 bis Dorfen

  • Veronika Macht
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Ab Dezember 2024 gelten MVV-Tickets auch auf der Schiene bis Dorfen. Die Schienenstrecke ab Markt Schwaben wird in den Verkehrsverbund integriert.

Dorfen – Mehr als 40 Jahre lang war die Tarifintegration der Schienenstrecke Markt Schwaben–Dorfen in den MVV ein wichtiges Anliegen für den Landkreis Erding. Nun dürfen sich tausende Pendler freuen: Wie das Bayerische Verkehrsministerium und der Landkreis am Montag mitteilten, gelten MVV-Tickets künftig auch auf der Schiene bis Dorfen. Die Fahrgäste profitieren ab Dezember 2024 von den Tarifen.

Ein Netz, ein Ticket, ein Fahrplan: In Verkehrsverbünden profitieren die Fahrgäste von einheitlichen Informationen sowie einheitlichen Tarifen bei Bus und Bahn. Deshalb wird die Bahnstrecke zwischen Markt Schwaben und Dorfen in den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) integriert.

Bahnstrecke Markt Schwaben-Dorfen: Ab Ende 2024 im MVV

Der Freistaat beteiligt sich maßgeblich an den Kosten. „Wir wollen, dass möglichst der gesamte ÖPNV in allen Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern Teil von leistungsstarken Verkehrsverbünden ist“, erklärt Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer in einer Pressemitteilung. „Das erleichtert die Nutzung des ÖPNV und hat für die Fahrgäste viele Vorteile. Wir sorgen dafür, dass die Fahrgäste auf der gesamten Strecke von München nach Dorfen von den attraktiven MVV-Tarifen profitieren.“

Seit mehr als 40 Jahren ist der Landkreis Erding Teil des MVV. Einzige Ausnahme ist bisher die Bahnstrecke zwischen den Haltepunkten Markt Schwaben und Dorfen Bahnhof. Das wird sich bald ändern: Der Abschnitt der nicht nur für Pendler wichtigen Bahnstrecke München–Mühldorf wird ins MVV-Tarifgebiet integriert. Dadurch sind die MVV-Fahrkarten künftig bereits von und bis Dorfen Bahnhof gültig. Die Einführung ist für Dezember 2024 geplant, denn die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) schreibt den Regionalzugverkehr im Linienstern Mühldorf, zu dem auch die Bahnstrecke München–Mühldorf gehört, für den Zeitraum von Dezember 2024 bis Dezember 2032 neu aus.

Landkreis beteiligt sich mit 80.000 Euro jährlich an den Kosten

Einen Großteil der Kosten für die Einführung des Verbundtarifs übernimmt mit fast 910 000 Euro jährlich der Freistaat. Der Landkreis beteiligt sich mit rund 80 000 Euro jährlich. „Damit machen wir die Südostbayernbahn und den Landkreis Erding noch attraktiver“, sagt Landrat Martin Bayerstorfer, der die Tarifintegration einen „Meilenstein in der Landkreisgeschichte“ nennt.

Bald könnten die Zugreisenden ab Dorfen einfacher nach München und zurück fahren, da es bei den Fahrgastinformationen wie auch beim Ticketkauf durch ein einheitliches Tarifsystem zu Erleichterungen komme. „Hierfür hat sich der jahrelange Einsatz gelohnt“, findet Bayerstorfer. Er habe seit Beginn seiner Amtszeit vor 19 Jahren für die MVV-Tarifintegration gekämpft. Dabei sei es ihm stets ein großes Anliegen gewesen, dass die Landkreisbürger, die täglich diese Verbindungsstrecke von Dorfen Bahnhof mit den Haltepunkten Thann-Matzbach, Walpertskirchen und Hörlkofen bis Markt Schwaben als Pendler oder in ihrer Freizeit benötigen, die Vorteile des MVV nutzen können.

MVV-Geschäftsführeandrat: „ÖPNV-Angebot gewinnt deutlich an Attraktivität“

Mit der Verbundintegration werde „eine bislang bestehende Lücke im MVV-Tarifraum geschlossen, und das ÖPNV-Angebot im östlichen Landkreis Erding gewinnt noch einmal deutlich an Attraktivität“, sekundiert MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch und erklärt: „Wir freuen uns, dass Freistaat und Landkreis diesen Schritt gemeinsam ermöglichen. Pendlerinnen und Pendler aus Dorfen und Umgebung profitieren so ab Dezember 2024 auch auf der Schienenstrecke in Richtung München vom Verbundgedanken: Ein Netz. Ein Fahrplan. Ein Ticket.“

Großer Vorteil von Verkehrsverbünden sei es, dass Tickets in der Regel einheitlich in allen öffentlichen Verkehrsmitteln gültig sind. Außerdem würden Fahrpläne aufeinander abgestimmt und sich auch in abgestimmten Fahrgastinformationen widerspiegeln, was den Zugang zum ÖPNV erleichtere.

Der Freistaat Bayern unterstütze deshalb bayerische Kommunen, die derzeit noch keinem Verkehrs- und Tarifverbund aus Bus und Bahn angehören, auf ihrem Weg in einen solchen Verbund. Unter anderem finde derzeit eine Grundlagenstudie zur möglichen Erweiterung des MVV um zehn Landkreise und kreisfreie Städte statt.

vam

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