Es reicht: Die CSU Stadträte Michael Oberhofer (l.) und Barbara Lanzinger (r.) haben genug von den Angriffen von BI-Sprecher Brandhuber und haben ihren BI-Austritt erklärt. Foto: prä

Bahnausbau

Nach Brandhubers Attacken: CSUler verlassen BI

Dorfen – Bürgerinitiativen (BI) sollen nicht spalten, sondern die Leute zusammenführen bei der Suche nach Lösungen. Das forderte Dorfens CSU-Stadtratsfraktionssprecher Michael Oberhofer in der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes am Dienstag.

Der Vorwurf richtete sich gegen Georg Brandhuber, Sprecher der BI „Für einen Bahnbausbau ohne Mauern und Schranken“. Oberhofer und Parteikollegin Barbara Lanzinger haben in der Versammlung ihren Austritt aus der BI bekannt gegeben.

Grund seien die permanent heftigen Angriffe und Vorwürfe Brandhubers gegen die CSU-Fraktion, den CSU-Bürgermeister und den Stadtrat, sie würden im Zusammenhang mit dem Bahnausbau ABS 38 nicht genügend für die Interessen Dorfens tun, sagte Oberhofer. Er stellte die Frage, wie man mit großen Projekten umgehe, wie ein breites Spektrum für ein gemeinsames Ziel zusammenbringen. Als positives Beispiel nannte Oberhofer die BI „Keine B 15 neu im Landkreis Erding“. Die Verantwortlichen dort würden Diskussionen auch mit Gegnern zulassen und mit möglichst breiter Unterstützung nach der besten Lösung suchen. „Ein Gegenmodell“ sei die von Brandhuber initiierte BI, betonte Oberhofer. Die sei „inhaltlich gut und fordere sehr gute Sachen“. Es scheitere aber daran „dass die nicht fähig sind die Menschen zusammenzubringen“. Was soll es bringen, „gegen den Stadtrat zu schimpfen, gegen die CSU, gegen die Bahn, gegen Stadträtin Lanzinger“, weil die kein Blatt vor den Mund nehme. Der Fraktionschef kritisiere die BI „nicht weil die Inhalte schlecht sind, sondern die Art und Weise, wie das präsentiert wird“. Es reiche nicht nur „schimpfen, schimpfen, schimpfen, sondern man muss bereit sein gemeinsam nach Lösungen zu suchen“. Oberhofer nehme sich jetzt „komplett raus“ aus der BI. Ein Sprecher der zurückgetreten ist und weiter spreche (Brandhuber), „ja mei, des kann man werten wie man möchte“. Konsequent wäre, wenn man zurückgetreten ist, dass man „vielleicht mal staad ist“, empfahl Oberhofer.

Die 4000 Menschen, die bei der BI unterschrieben haben „sind richtig, brauchen aber andere Fürsprecher, nicht Leute die mit Krawall und emotionaler Stimmungsmache mehr kaputt als gut machen“, empfahl Oberhofer. Der Vorwurf aus der BI an die Dorfener CSU, „die würden da nix machen und alles ignorieren, ist ein totaler Schmarrn“, sagte er.  prä

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