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Schließen zum Jahresende: Inge und Willy Mayer setzen sich zu Ruhe.

Raumausstattung Mayer

Nach fast 40 Jahren fällt der letzte Vorhang

In Dorfen geht die Ära eines alteingesessenen Handwerksbetriebes zu Ende.

Dorfen – Nach beinahe 40-jährigem Bestehen schließt die Raumausstatterfirma Mayer zum Jahresende den Betrieb am Bahnweg 2. Willy Mayer, und seine Frau Inge wechseln in den Ruhestand.

Das Metier des Raumausstatters wurde Willy Mayer in die Wiege gelegt, Seine Eltern Christian und Therese Mayer betrieben schon vor dem Zweiten Weltkrieg einen anerkannten Meisterbetrieb für Tapeten, Gardinen, Bodenbeläge und Polster. 1955 kauften sie das Haus am Bahnweg.

Nach dem Besuch der Kerschensteiner Gewerbeschule in München profilierte sich Willy Mayer mit 21 Jahren als einer der jüngsten Meister in Oberbayern. 1972 wurden die Werkstatt und der Verkaufsraum umgebaut.

1973 heiratete Willy Mayer seine Frau Inge, und 1978 übernahmen sie den Betrieb. Mit fundierter fachlicher Kompetenz, mit Zuverlässigkeit, und korrekter Ausführung sowie vor allem mit eingehender Beratung und vorbildlichem Service erarbeiteten sich die Mayers alsbald einen großen Kundenkreis. Die Angebotsleistungen des Fachbetriebes umfassten den Verkauf und die Verlegung von Teppichböden, von Parkett-, Kork- und Laminatböden bis hin zu elastischen Bodenbelägen, Gardinen, Tapeten und Sonnenschutz. Außerdem verfügte der Betrieb über einer Polsterwerkstätte. Die Bandbreite der Kunden reichte vom Privathaus bis zum Objektbereich, Aufträge kamen aber auch von kommunalen und kirchlichen Einrichtungen. Im Betrieb waren über Jahrzehnte zwei versierte Kräfte mit beschäftigt. Vielen Auszubildenden hat Willy Mayer im Lauf der Jahrzehnte auch das fundierte Rüstzeug für ihr weiteres Berufsleben mitgegeben.

Inge Mayer brachte sich als gelernte kaufmännische Kraft sowohl im administrativen Bereich als auch im Verkauf und Beratung erfolgreich mit ein. Zwei Näherinnen waren all die Jahre im Betrieb beschäftigt. Ebenso engagiert ging der Chefin eine versierte Kraft im Ladegeschäft zur Hand.

„Wir werden die Zeit, besonders auch die Kontakte und die Gespräche mit unseren vielen Kunden, schon sehr vermissen“, betonen unisono Inge und Willy Mayer. Allerdings können sie sich jetzt mehr ihrer Familie, den zwei Töchtern und fünf Enkelkinder widmen.

Georg Brennauer

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