Im Wald unmittelbar am Gut Osterloh liegt das Areal zum Kiesabbau. Der Wald muss dazu gerodet werden.

Osterloh bleibt im Flächennutzungsplan

Nachbarn wehren sich gegen Kiesabbau

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Die Stadt Dorfen hält an der etwa 3,8 Hektar großen Kiesabbaufläche in Osterloh fest. Später soll dort einmal ein Badeweiher entstehen.

Dorfen – Die geplante, etwa fünf Fußballfelder umfassende Kiesabbaufläche liegt in unmittelbarer Nähe des Pferde- und Reiterhofs Gut Osterloh im so genannten Burggraben. Derzeit ist das Areal im Flächennutzungsplan als Nadelwald dargestellt. Das Plangebiet befindet sich mitten im Wald. Im Westen schließen Flächen für die Landwirtschaft an. Um dort Kies ausbeuten zu können, muss der Wald großflächig gerodet werden.

Obwohl dies ein großer Eingriff in die Natur ist, gibt es seitens der Behörden keine großen Einwände, berichtet der Leiter der Bauverwaltung im Rathaus, Franz Wandinger. Die Regierung von Oberbayern habe vielmehr darauf hingewiesen, dass der Kiesabbau dort auch im Regionalplan vorgesehen sei.

Auch die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Erding hat grundsätzliches Einverständnis signalisiert. Da es aber Hinweise gebe, dass dort der streng geschützte Schwarzstorch vorkommen soll, müsse eine artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt werden.

Strikte Vorbehalte gegen den Kiesabbau haben dagegen private Einwender vorgebracht. So wehrt sich der Besitzer von Gut Osterloh gegen das Abbaugebiet, das nur 85 Meter von seinem Hof entfernt liegen würde. Durch den Kiesabbau sowie den daraus resultierenden Lärm und Staub wäre eine Aktivstallhaltung auf Freiflächen, wie sie betrieben werde, nicht mehr möglich. Der Pferdepensionsbetrieb würde dadurch in seiner Existenz gefährdet.

Eigentümer benachbarter Fischteiche befürchten, dass durch den Abbau verschmutztes Wasser in ihre Teiche geraten könnte. Durch die Rodung der Waldfläche, die ein natürlicher Wasserspeicher sei, würde zudem der Wasserhaushalt zerstört.

Einwände hat auch ein Imker erhoben. Er hat dort auf einem Grundstück neben der Straße ein Bienenhaus mit zehn Völkern. Würde der Weg daneben beim Kiesabbau durch Lkw genutzt, würden Erschütterungen und Staub die Bienen gefährden.

Der Stadtrat hat trotz der Einwände beschlossen, die Kiesabbaufläche im Flächennutzungsplan zu belassen, die öffentliche Auslegung und das Behördenverfahren durchzuführen. Umweltreferent Gerald Forster regte an, dass nach der Kiesausbeute die Grube nicht verfüllt werden sollte. Die Stadt solle darauf drängen, dass dort dann ein Badeweiher und ein Naherholungsgebiet entstehen.

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