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Die Musiker brachten die vielen Fans zum Tanzen.

Nacht der blauen Wunder

14 Bands heizen 1000 Besuchern ein

Dorfen - Ein voller Erfolg bei Jung und Alt war einmal mehr die „Nacht der blauen Wunder“ in Dorfen. 14 Bands heizten den zahlreichen Besuchern an 14 Plätzen ein, wobei eine Gaststätte ihre Premiere bei der „KulTour-Nacht“ gefeiert hat.

 "Toll“, „echt super“, „einfach nur geil“, waren begeisterte Kommentare unter den über 1000 Besuchern zwischen 17 und fast 80 Jahren. Begeistert von der tollen Stimmung waren auch wieder die Veranstalter, Erdings Sinnflut Kultur GmbH. Die „Dorfener KulTour-Nacht läuft von Anfang an super“, freute sich Sinnflut-Geschäftsführer Peter Feller. „Mit dem Griechen haben wir jetzt alle Kneipen.“ In Dorfen gebe es eine ganze besondere Stimmung und die Leute seien gut drauf, meinte Feller.

Erstmals gab es auch eine zentrale Abendkasse, weil es vergangenes Jahr einige enttäuschte Musikfans gab, die keine Karten mehr ergattert hatten. Heuer reichten die Tickets auch noch für Spätentschlossene. Entstanden war die „Nacht der blauen Wunder“ in Dorfen durch eine Initiative von E 3-Wirt Ernst Hennel mit den Sinnflut-Leuten.

Viele der Besucher des fünften Kneipenfestivals sind inzwischen echte Fans der „KulTour-Nacht“, denn das Konzept mit dem halbstündigen Wechsel von Musik und Pause begeistert einfach. Die Musikfans kamen nicht nur aus Dorfen und den umliegenden Gemeinden, sondern auch aus dem Mühldorfer Gäu und der Großen Kreisstadt Erding. Vielleicht liegt es ja an der räumlichen Nähe der Kneipen, denn in der Innenstadt brauchte es länger in die Gaststätten und Cafés rein zu kommen, als von einer Örtlichkeit zur anderen. Nur die Bühne in der ESC-Gaststätte lag ein wenig abseits, doch da gab es ja noch den Party-Bus. Der Trip im alten Ami-Schulbus, sozusagen als fahrende 15. Location, mit Partysound und Bar, war auch ein absolutes Muss und damit ein Problem. Der Party-Bus war sehr cool, ein Hit bei Jung und Alt und daher ständig proppenvoll. Viele konnten nicht mit. „Nächstes Jahr müssen zwei Busse her“, forderten viele Besucher.

Die Sinnflut-Leute präsentierten in den 14 Kneipen wieder einen breiten Musik-Mix. Da war ganz sicher für Jeden was dabei. Es gab keine Stilrichtung, die nicht vertreten war, vom Hardrock, über Rock’n’Roll, Austropop und Bairisch-Rock, bis zum coolen Blues, Soul, Brass und Latin-Power. Viele Cover- Bands waren dabei, die aber teilweise auch viele eigene Nummern hatten.

Das ganze Programm war gar nicht zu schaffen. Es war festzustellen, dass anders als beim Start vor fünf Jahren mittlerweile viele ganz gezielt ihre Bands aussuchen und dort verweilen, statt kreuz und quer durch die Kneipen zu tingeln. Pünktlich um 20.30 Uhr hatten die Bands ihre Verstärker aufgedreht und los ging’s mit den halbstündigen Programmen. Pünktlich war dann aber auch um 1 Uhr Schluss auf den Bühnen – „viel zu früh“, wie manche meinten. Im Jakobmayer-Saal erklang „Stand by me“ zum Finale und eine Ü 70er-Gruppe sagte wehmütig: „Is jetz’ scho Schluss, wo mia grod so richtig fit waar’n?“

Hermann Weingartner

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