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Großes Resonanz fand die Infoverstanstaltung der BI „Keine B 15 neu durch den Landkreis Erding“ am Samstag in Landersdorf. Die beiden Sprecher Sabine Berger und Claudius Siebert (v. l.) appellierten, Einwände zu verfassen.

Neubau der Bundesstrasse B 15

Kraftakt gegen die Monstertrasse

Landersdorf - „Keine B15 neu nahe der jetzigen Straße: „Wir schaffen das!“ So lautete Fazit einer Info-Veranstaltung der BI „Keine B 15 neu durch den Landkreis Erding“ am Samstag in Landersdorf. Weit über 100 Besucher unterstützten dieses Ziel.

Die beiden BI-Sprecher Sabine Berger und Claudius Siebert sehen eine B 15 neu als Entlastung nötig. Die Osttrasse jenseits der Landkreisgrenze sei dafür die deutlich bessere. Der Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) hat die Landkreisspitze und vor allem die Gemeinden und deren Bürger an der B15 aufgeschreckt.

Die Ortsumfahrung Landshut ist im „vordringlichen Bedarf“, die B 15 neu zwischen Landshut und Rosenheim aber nicht. Die B15 neu deutet derzeit Richtung bestehende Bundesstraße. Das wollen im Landkreis BI’s, Bürger und Politiker mit allen Mitteln gemeinsam verhindern.

Gefordert wurde eine sofortige Festlegung und Planung zwischen Landshut und Rosenheim. Die B 15 neu ist nur im „weiteren Bedarf mit Planungsrecht“ als fiktiver, gerader Stich zwischen Landshut und Rosenheim gelandet.

Passiert nichts, befürchten Bürger und Politik, dass der Verkehr von beiden Seiten massiv auf die B 15 kommt und Taufkirchen, Dorfen sowie St. Wolfgang zum Flaschenhals werden –und Jahrzehnte mit katastrophalen Belastungen leben müssten.

Dann könnte die „Monstertrasse“ durchs Erdinger Land doch kommen – durch die Hintertüre, warnte Siebert.

„Das Bundesverkehrsministerium hat die Trassenentscheidung B 15 neu nach Bayern gespielt“, erklärte der CSU-Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz. Er erinnerte, dass man als Erfolg die zwischenzeitliche eingebrachte „Monsterstrasse“ durch den Landkreis westlich neben der B15 gemeinsam mit massivem Widerstand im Schulterschluss der Bürger, Verbände und überparteilicher Politik verhindert habe. Jetzt gehe es darum, wieder geschlossen massiv Druck zumachen mit möglichst vielen „sachlichen Einwendungen“ gegen eine bestandsnahe B 15 neu.

Es „muss forciert werden, dass jetzt schnell die richtige Trasse geplant wird“, so Lenz. Und die könne nur auf der ursprünglich raumgeordneten Ost-Trasse im Landkreis Mühldorf verlaufen, weil es dafür die klar besseren Argumente gebe.

Ins gleich Horn stieß Landrat Martin Bayerstorfer: „Ohne erneuten Druck der Bürger und der verantwortlichen Politiker werden wir es nicht schaffen, die eigenen Ziele zu erreichen“, der CSU-Kreischef. „Wir müssen wahrgenommen werden“. Die ursprünglich raumgeordnete Ost-Trasse sei inzwischen modifiziert und die beste Lösung für eine leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung, die man als Entlastung ja brauche. Er werde sich einsetzen, dass die Planungen „jetzt sofort beginnen“.

Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner wies darauf hin, dass sich der Stadtrat und auch das Ostbündnis aus elf Gemeinden mit Schwindegg und Buchbach klar für die Osttrasse ausgesprochen hätten. Stadtrat Martin Heilmeier (LDW) appellierte, es sei „brutal wichtig, jetzt Einwände zu schreiben“. So könne man von der B 15 etwa zwischen Taufkirchen und Haag man „keinen Meter für die B 15 neu brauchen“.

Einmütig wollen BI und Politik überparteilich auf den befürchteten drohenden Verkehrswahnsinn aufmerksam machen. Dazu sollen im Rahmen der erstmalig ermöglichten Öffentlichkeitsbeteiligung möglichst viele entsprechende Einwände gegen den BVWP der Bürger und Verbände kommen. Bis Montag, 2. Mai, ist das möglich.

Berger und Siebert appellierten am Ende: „Einwände schreiben, schreiben, schreiben“ – gegen die neu Bundesstraße durch den Osten des Erdinger Landes.

Hermann Weingartner

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