(BE)MERKENSWERTES DER Woche

Neubau der Sportanlagen ist eine mutige, wichtige und richtige Entscheidung

  • schließen

Der Dorfener Stadtrat hat entschieden, die Planungen für den Neubau der Sport-, Erholungs- und Freizeitanlagen in Rutzmoos weiter zu führen. Eine gute Entscheidung, meint Redakteur Anton Renner in seinem Wochenkommentar.

Darauf gewettet hätte eigentlich niemand: Der Dorfener Stadtrat hat sich überraschend mit deutlicher Mehrheit für einen Neubau der Sport-, Freizeit- und Erholungsflächen am südlichen Stadtrand ausgesprochen. Das ist eine mutige, wichtige und richtige Jahrhundert-Entscheidung. Nur die TSV-Anlage nach Rutzmoos auszusiedeln, Freibad und ESC-Halle aber am jetzigen Standort zu belassen, wäre nichts anderes als Flickschusterei – und grobfahrlässig. Denn der bei der Sitzung anwesende Lärmgutachter hat unmissverständlich deutlich gemacht, dass der Bestand von Bad und Eishalle gefährdet ist, da die Schallemissionen gerade noch eingehalten werden. Eine Klage eines Bürgers könnte genügen, und es gäbe wohl gewaltige Einschränkungen für den Betrieb von Freibad und Eishalle. 

Klar ist aber auch: Mit der Absiedelung der Sportstätten und der Wohnbebauung dieser Flächen ist es auch mit dem Volksfest auf dem angestammten Platz vorbei. Denn der Lärmpegel durch das Volksfest wäre viel zu hoch. Hier muss sich zeigen, wo das Volksfest künftig stattfinden kann. Das ist aber auch eine Chance für ein attraktiveres, weil dann größeres Volksfest.

Vor allem SPD und Grüne haben massive Kritik am Zeitdruck geübt, mit dem eine Entscheidung des Stadtrats herbeigeführt wurde. Auf den ersten Blick kann man der Argumentation noch folgen. Doch die Problematik, dass das Freibad aus allen Nähten platzt und der TSV viel zu wenig Platz hat, ist seit Jahren bekannt. Es war genug Zeit, sich mit dem Thema zu befassen – wenn man gewollt hätte. 

Dass weder SPD noch Grüne in der Sitzung einen Antrag gestellt haben, die Abstimmung zu verschieben, ist bemerkenswert, hat aber einen einfachen Grund: Es waren zu viele Vereinsvertreter unter den Zuhörern. Und so ganz offen wollte sich Rot-Grün dann doch nicht als Verhinderer präsentieren.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Gemeinde investiert 190.000 Euro in Naherholung
Die Gemeinde steckt 190 000 Euro in den Bau einer neuen Sanitäranlage sowie in die Sanierung des Kiosks am Wörther Weiher.  
Gemeinde investiert 190.000 Euro in Naherholung
Basteln am Bauwagen
Bis der Forsterner Bauwagen zum hoffentlich beliebten Jugendzentrum wird, ist noch einiges zu tun.
Basteln am Bauwagen
153 Schüler laufen 5816 Runden für den Fendsbacher Hof
Immense 5816 Runden liefen die 153 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Pastetten, die zum Spendenlauf des Lions Clubs angetreten waren. 
153 Schüler laufen 5816 Runden für den Fendsbacher Hof
Der Bürgermeister und seine Privatsekretärin
Jahrzehntelang war Herbert Knur eine der prägenden Figuren der Lokalpolitik im Landkreis Erding. Stets an seiner Seite: Ehefrau Edeltraud. Jetzt hat das Paar aus …
Der Bürgermeister und seine Privatsekretärin

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.