+
Blick ins Isental: Direkt am westlichen Teil des Friedhofs (l.) entsteht die neue Kindertagesstätte.

Bauausschuss Dorfen

Neue Kita nimmt die erste Hürde

Der Kinderboom ist in Dorfen ungebrochen. Wegen dringenden Bedarfs plant die Stadt daher jetzt den Neubau einer Kindertageseinrichtung (Kita). Das Bauprojekt soll bis September 2018 fertig sein.

Dorfen – Im Bauausschuss hat Stefan Hajek aus Gars seine Entwurfsplanung für den Neubau der Kita „Am Marienstift“ vorgestellt. Der Architekt und Stadtplaner berichtete, dass wegen des erhöhten Platzbedarfs die Planung erweitert worden sei. Das Kita-Gebäude wird zwei Krippen- und zwei, statt wie bisher eine Kindergartengruppe sowie einen Personalbereich und großen Allgemeinraum beherbergen. „Bis Ende 2018 soll die Kita fertig sein“, sagte Hajek. Als „grobe Kostenschätzung“ nannte er 2,7 bis 3,2 Millionen Euro.

Das klar konzipierte Gebäude mit „einem zukunftssicheren Gesamtkonzept“ wird in der Nähe des Marienstifts am städtischen Hanggründstück westlich des Friedhofs errichtet. Aufgrund der Steilheit des Areals sei das Vorhaben anspruchsvoll. Die Materialausführung könne in Massiv- oder Holzständerbauweise erfolgen. Hajek favorisiert die Massivbauweise.

Das gesamte Gebäude mit einem Unter- und Erdgeschoss werde „quasi in den Hang geschoben“, erklärte Hajek. Es wird eine große Terrasse geben mit herrlichem Ausblick ins Isental. Im nördlichen Teil soll die zweigruppige Krippe entstehen für jeweils zwölf Kinder, im südlichen Teil der zweigruppige Kindergarten für je 25 Kinder. Im Untergeschoss ist die Verwaltung geplant sowie ein großer Mehrzweckraum, Küche, Essensraum und überdachte Außenbereiche.

Der Zugang erfolgt über das Unter- wie auch das Erdgeschoss, sagte der Architekt. In der Kita werden bei vier Gruppen mindestens 16 Arbeitsplätze entstehen. Barrierefreiheit im gesamten Gebäude sei bei der Topografie nicht einfach zu realisieren, aber „größtenteils gegeben“, sagte Hajek. In den Geschossen sei alles barrierefrei und über die Außengänge auch alle Geschosse erreichbar.

Von „einer sehr gefälligen Planung“ sprach Bürgermeister Heinz Grundner (CSU). Dass es keine Barrierefreiheit für das ganze Haus gebe, wollte der Bauausschuss nicht akzeptieren. Christian Holbl (TEG) forderte, dass man zumindest so plane, dass man später einen Aufzug einbauen kann, um die Geschosse behindertengerecht erreichen zu können. Grau hatte der Architekt als erste Farbgestaltung gewählt, da sich das Gebäude ja unmittelbar am Friedhof befinde. Das gefiel dem Bauausschuss nicht. Man solle farblich schon erkennen, dass es sich um einen Kindergarten handle, sagte Grundner.

Anton Stimmer und Michael Oberhofer (beide CSU) fragten, ob man nicht das Maximum des Grundstücks ausnützen sollte, um mehr Raum im Gebäude zu haben. In Dorfen sei weiter eine Tendenz steigender Kinderzahlen zu erwarten. Hajek, sagte, das sei grundsätzlich möglich, bedürfe dann aber einer komplett neuen, anderen Planung. Der Architekt riet davon ab, größer zu bauen, denn dann bekomme man am Hanggrundstück Probleme mit der Höhenentwicklung.

Heiner Müller-Ermann (SPD) sprach ein anderes Problem an. Er wollte wissen, ob bei der jetzigen Planung die Sichtbeziehung vom Friedhof und dem „weiten Blick ins Tal“ geprüft wurde. Der Architekt sagte, auch bei einem Satteldach sei der Ausblick seitlich noch möglich. Grundner meinte, wegen der Einfriedungshecke sehe man ohnehin nicht mehr vom Friedhof ins Tal und in der Umgebung seien überall Satteldächer. Müller-Ermann stimmte danach als Einziger gegen die Vorplanung.

Hermann Weingartner

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Angst vor Vertreibung aus dem Badeparadies
Der Jugendzeltplatz wird kommen. Das mussten 150 Fans des Notzinger Weihers am Montag hinnehmen. Einige Kritikpunkte der Besucher des Infoabends will der Landrat aber …
Angst vor Vertreibung aus dem Badeparadies
Poet, nicht Prophet
Zwei versierte Musiker, und dennoch ging es bei dem Auftritt von Francis auf der Musicworldbühne auf dem Sinnflut nicht um raffinierte Arrangements oder virtuose …
Poet, nicht Prophet
Schweizer randaliert in Flughafen-Parkhaus: 12 Autos kaputt
Ein Schweizer hat eine Schneise der Verwüstung in einem Parkhaus des Terminals 1 am Flughafen geschlagen. Er ist völlig ausgerastet und demolierte 12 Autos - das ist …
Schweizer randaliert in Flughafen-Parkhaus: 12 Autos kaputt
Der erste Schul-Umweltpreis geht ans AFG
Als erste Schule in Bayern bekam das Anne-Frank-Gymnasium (AFG) Erding den Schul-Umweltpreis des Bayerischen Jagdverbands (BJV) überreicht. Dazu kam Staatssekretär Bernd …
Der erste Schul-Umweltpreis geht ans AFG

Kommentare