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Voll gefordert waren die neuen Zeilhofener Kommandanten Thomas Spreitzer (stehend) und Andreas Mangstl.

Feuerwehr Zeilhofen 

Neue Kommandanten, belastende Einsätze

Auf ein turbulentes, aber erfolgreiches Jahr blickte die Ortsfeuerwehr Zeilhofen in der Generalversammlung zurück. Bei der Suche nach einer neuen Führung stand 2017 zwischenzeitlich sogar die Bestellung eines „Notkommandanten“ im Fokus.

Zeilhofen/Landersdorf– Der langjährige Kommandant Valentin Waxenberger und sein Stellvertreter Martin Flieher hatten im Februar 2017, wie angekündigt, ihre Ämter bei den Wahlen abgelegt. Erst im April war es der kommissarischen Führung gelungen, Nachfolger zu präsentieren. Einstimmig gewählt wurden Thomas Spreitzer als Kommandant und Andreas Mangstl als Stellvertreter. Jetzt legte Spreitzer im Gasthaus Huber in Landersdorf seinen ersten Rechenschaftsbericht ab.

Schon am Tag nach der Wahl rückte er als Einsatzleiter vor Ort mit seiner Mannschaft zu einem Kellerbrand nach Oberdorfen aus. Die Bewährung ist bestens gelungen, bestätigte Dorfens Kreisbrandmeister Rudi Hohenadl in der Versammlung. Insgesamt 42 Mal (2016: 13) war die Ortswehr 2017 im Einsatz. Darunter waren 25 Brände mit Brandnachschauen. Heuer haben die Zeilhofener beim Großbrand in Graß bereits 250 Einsatzstunden geleistet. Tagelang waren sie vor Ort, um unter anderem Glutnester zu löschen.

Auch Fehlfahrten wegen Brandmeldeanlagen – zweimal war man deshalb in der Flüchtlingseinrichtung in Lindum – und 15 Technische Hilfeleistungen listete Spreitzer auf. Dazu gehörten auch Unfälle auf auf der B15 und der Staatsstraße 2084. Oft habe man helfen können. Bei einem tödlichen Motorradunfall sei leider jede Hilfe zu spät gekommen, erinnerte der Kommandant. Solche Einsätze seien sehr belastend für die Einsatzkräfte.

Insgesamt haben die Aktiven ehrenamtlich 470 Stunden geleistet. Dazu kamen rund 600 Stunden bei knapp 20 Übungen. Spreitzer bedankte sich bei seiner Mannschaft für „gute Einsatz- und Übungsbereitschaft“. Dann nahm er mit Florian Schöberl, Michael Lohmayer, Klaus Reger und Tim Maszhold vier neue Aktive auf.

Von einer „gut gefüllten“ Kasse berichtete Kassier Robert Haban. Er bedankte sich bei den Mitgliedern, die „alle extrem viel gearbeitet haben. Drum is a bisserl mehr g’wordn.“

Einiges los war auch gesellschaftlich, wie Vereinsvorsitzender Josef Englmeier und Schriftführer Klaus Lechner berichteten. Unter anderem wurde zum 140-jährigen Bestehen ein Maibaum aufgestellt. Auch das zünftige Weinfest sei eine Herausforderung gewesen. An Bürgermeister Heinz Grundner richtete Englmeier die Frage: „Wie steht’s mit einem neuen Gerätehaus?“ Da sei in naher Zukunft „nix geplant“, kam als Antwort. Grundner dankte für den ehrenamtlichen Einsatz der Aktiven und lobte die neuen Kommandanten: „Ihr habt das erste Jahr mit Bravour gemeistert.“ 

Hermann Weingartner

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