Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

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Seit 2012 ist der alte Dorfener Friedhof unter Denkmalschutz. Behindertengerechte Wege sollen hier entstehen. 

Friedhof Dorfen

Neue Satzung und etwas höhere Gebühren

Die Stadt Dorfen hat die Nutzung ihrer kommunalen Friedhöfe in einer Satzung neu geregelt. Teurer werden auch die Gebühren für die letzte Ruhestätte – und es soll einen Waldfriedhof geben.

Dorfen– Aufgrund einer Beanstandung durch den Kommunalen Prüfungsverband und einer überörtlichen Prüfung müssten die Friedhofsverordnung aufgehoben und Grabgebühren angepasst werden, erklärte die Leiterin des Ordnungs- und Standesamtes, Anita Feckl, im Stadtrat. Zur Diskussion standen der Erlass einer neuen Friedhofssatzung, eine Änderung der Friedhofsgebührensatzung mit moderaten Erhöhungen der Grabgebühren sowie Umgestaltungsmaßnahmen.

In der Friedhofsbenutzungssatzung sind in 33 Paragrafen detailliert allgemeine-, Ordnungs- und Bestattungsvorschriften sowie der Umgang mit Grabmalen und Grabstätten beschrieben. Das reicht von den Öffnungszeiten und dem Verhalten auf dem Gottesacker, Gestaltung, Nutzung und Pflege der Grabstätten bis zur Bestattung, Exhumierung oder Umbettung. Die Jahres-Grabgebühren waren seit sieben Jahren konstant und wurden nun in der Neufassung teilweise leicht erhöht. Im Dorfener Friedhof gibt es Einzel- und Mehrfachgräber der Klasse I und II, sowie Kindergräber, Arkaden- und Urnengräber, Gruften und Urnennischen. Klasse I bedeutet, das Grab liegt direkt an einem Hauptweg, die Klasse II ist an den schmäleren Zwischenwegen. Ein Einzelgrab (I/II) kostet künftig 39/35 Euro statt 38/34 Euro. Mehrfachgräber (I/II) kosten drei Euro mehr, Arkade und Gruft (bisher 178 Euro) werden um acht Euro teurer, die Urnennische plus sieben Euro.

Der alte Teil des Dorfener Friedhofes ist seit 2012 denkmalgeschützt, sagte Feckl. Das sind die Gebäude und der gesamte Bereich nördlich davon innerhalb der Friedhofsmauer. Viele Wege am alten Friedhof sind nicht behindertengerecht. Daher gebe es seit Jahren den „vielfachen Wunsch“, so Feckl, dass diese rollstuhl- und rollatorgerecht ausgebaut werden. Zu überlegen sei, wie das mit dem Denkmalsschutz möglich sei. Auch ein Süd-Zugang auf den Gottesacker vom Seniorenheim Marienstift her sei eine Anregung. In einem Teil des Oberdorfener Friedhofs soll die nächsten Jahre eine Art Bestattungswald angelegt werden, berichtete Feckl, weil auch dies von Bürgern gewünscht werde. Das ermögliche dann auch anonyme Bestattungen.

Für die Grabpflege dürfen keine Gifte eingesetzt werden und Kränze und Gestecke sollten nur aus verrottbaren Materialien bestehen. Letzteres werde sich schwer kontrollieren lassen, denn bei Beerdigungen „können wir die Leute ja nicht überprüfen und abweisen“, sagte Bürgermeister Heinz Grundner (CSU).

Einstimmig beschlossen wurden sowohl die Friedhofssatzung, wie die Friedhofsgebührensatzung. Die Verordnungen treten am 1. Juli in Kraft. Noch laufende Grabgebühren ändern sich erst bei Verlängerung. Hermann Weingartner

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