Projektleiter im Rathaus

Neue Sportstätten: SPD sucht Tausendsassa

  • Anton Renner
    vonAnton Renner
    schließen

Die Stadt Dorfen soll zur Vorbereitung der Auslagerung der Sportstätten an den Stadtrand bei Rutzmoos die Stelle eines Projektleiters schaffen. Das Anforderungsprofil, das die SPD-Fraktion vorschlägt, ist enorm. Gesucht wird eine Art Tausendsassa.

Dorfen – Die Verlagerung des Freibade, des Eisstadions, der TSV-Sportplätze und der Tennisplätze vom jetzigen Standort nach Rutzmoos sind der Ausfluss der Bewerbung der Stadt für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2026. Obwohl diese Bewerbung gescheitert ist, soll die Verlagerung der Sport- und Freizeitstätten weiterverfolgt werden. Nicht zuletzt deshalb, weil das städtische Freibad in einem schlechten Zustand ist. Nach Ansicht der SPD müssen die Planungen der Verlagerung aber koordiniert werden. Dazu soll im Rathaus eine Stelle „Projektleitung Freizeit- und Sportstätten“ geschaffen werden.

Wer diesen Job ausfüllen soll, der muss den Vorstellungen der SPD zufolge ein echter Allrounder sein. Die Profilanforderungen der Genossen für Mann oder Frau: Geprüfter Meister für Bäderbetriebe, Kenntnisse und Erfahrungen mit technischen Anlagen in Bädern beziehungsweise Eisstadien, Betriebswirtschaftler. Der Projektleiter soll ein Gesamtkonzept erarbeiten, bei dem auch mögliche zusätzliche Angebote wie ein Schwimmweiher oder ein Hallenbad berücksichtigt werden. Er soll den Bedarf der verschiedenen Einrichtungen ermitteln, für Planungsvorbereitungen wie etwa ein Lastenheft für die Auslagerung zuständig sein, Fördermöglichkeiten ausloten und mögliche Synergieeffekte und Schnittmengen verschiedenen Einrichtungen aufzeigen.

Darüber hinaus soll der Projektleiter „im Sinne einer größtmöglichen Transparenz“ Anlaufstelle für Vereine und Bürger sein. Überdies soll der Gesuchte einem Arbeitskreis angehören, der sich mit der Auslagerung der Sportstätten beschäftigt, schreibt die SPD-Ortsvorsitzende und Stadträtin Simone Jell in dem Antrag. Der Projektleiter soll aber auch die Betriebsleitung des bestehenden Freibads unterstützen und bei personellen Engpässen selbst im Bad mitarbeiten.

Dem Arbeitskreis gehören nach den Vorstellungen der SPD neben Stadträten aller Fraktionen auch Vereinsvertreter an. Überdies sollen auch die Bürger beteiligt werden.

Die Planungen zur Auslagerung der Sport-, Erholungs- und Freizeitflächen nach Rutzmoos müssten „vorausschauend und zukunftsträchtig sein“, so Jell. In der Stadtverwaltung seien die dafür nötigen personellen Kapazitäten nicht verfügbar. Die betroffenen Vereine müssten auch eine Anlaufstelle haben, wo alle Fäden zusammenliefen. Zusammenfassend begründet Jell den Antrag auch damit: „Gerade angesichts wachsender Einwohnerzahlen ist es wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern ausreichende Sport- und Erholungsflächen zur Verfügung zu stellen. Das zählt zu unseren Aufgaben als Mittelzentrum.“ " KOMMENTAR

Rubriklistenbild: © Hermann Weingartner

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mit dem Sommer gehen die Gäste
Mit dem Sommer gehen die Gäste
Juristisches Tauziehen um drei Minuten
Juristisches Tauziehen um drei Minuten
B 388: Sportwagen schleudert in VW Golf
B 388: Sportwagen schleudert in VW Golf
Vier Infektionen übers Wochenende
Vier Infektionen übers Wochenende

Kommentare